Der Automobilkonzern Daimler hat Forderungen nach einem Ende seines Formel-1-Engagements zurückgewiesen.

Das Engagement von Mercedes-Benz stehe "nicht zur Debatte", sagte Konzernsprecher Jörg Howe der "Bild": "Wir haben neue Strukturen geschaffen, um langfristig erfolgreich zu sein und um bald wieder vorn mitzufahren."

Große Investoren des Autoriesen hatten den Abschied aus der Formel 1 verlangt und vor allem die Erfolglosigkeit kritisiert.

"Mercedes fährt seit Jahren hinterher, ohne Konsequenzen", sagte Michael Muders, Manager des Aktionärs Union, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Die Formel 1 ist teuer und bringt dem Konzern nichts."

Auch Henning Gebhardt von der Fondsgesellschaft "DWS" zweifelte öffentlich an einem Werbeeffekt durch die Teilnahme an der Königsklasse. Die Rennsportveranstaltung sei fragwürdig, wenn in Ländern gefahren werde, die etwa wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik stehen würden.

"Wie soll da die Marke strahlen?", sagte Gebhardt: "Formel 1 ist nicht mehr zeitgemäß, es hilft dem Image nicht."

Das Mercedes-Werksteam kehrte 2010 in die Formel 1 zurück, seitdem feierte der Rennstall allerdings nur einen Grand-Prix-Sieg im Jahr 2012 durch Nico Rosberg in China.

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