Sauber-Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn ist davon überzeugt, dass in Zukunft mehr Frauen in der Formel 1 und sogar in den Cockpits zum Einsatz kommen können.

"Ich glaube, das ist absolut möglich. Es mangelt ja nicht an Frauen, die das Talent dazu haben. Was fehlt, ist, dass sie eine Chance kriegen, dass jemand ihnen die Tür öffnet", sagte die 41-Jährige im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Ein Grund für fehlende Formel-1-Pilotinnen ist nach Meinung der mächtigsten Frau der Formel 1 das Umfeld von talentierten jungen Fahrerinnen:

"Schon in der Jugend werden da die Weichen gestellt: Bei einem männlichen Rennfahrer sind oft alle dafür: Eltern, Opa, Oma, aber ist das auch bei einem Mädchen so?"

Um Mädchen auf dem Weg in die Spitze des Motorsports zu unterstützen, hat der Automobil-Weltverband FIA die "Women and Motorsport Commission" ins Leben gerufen.

Der schwere Unfall der spanischen Marussia-Testpilotin Maria de Villota im Juli sei jedenfalls kein Argument dafür, dass Frauen den Herausforderungen in der Königsklasse noch nicht gewachsen seien.

"Wenn ein Mann so einen Unfall hat, wird auch nicht gleich alles in Frage gestellt, und das sollte man bei einer Frau auch nicht machen", forderte Kaltenborn.

Die 32-Jährige de Villota hatte bei dem Unglück im englischen Duxford schwere Kopf- sowie Gesichtsverletzungen erlitten und ihr rechtes Auge verloren.

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