Die Formel-1-Gemeinde gedenkt "Doktor Sid": Mit einer Applausminute vor dem Rennen, einem Kondolenzbuch und einer Bronzestatue will die Königsklasse des Motorsports beim Rennen am Wochenende in Singapur an ihren langjährigen Rennarzt erinnern.

Sid Watkins, von 1978 bis 2004 als Chefarzt des Automobil-Weltverbandes FIA für die Formel 1 zuständig, war am vergangenen Mittwoch im Alter von 84 Jahren gestorben. Er hinterließ seine Ehefrau und sechs Kinder.

Wie die FIA nun mitteilte, seien die Maßnahmen in den nächsten Tagen nur ein Anfang. In Kürze wolle man erklären, wie man das Andenken des gebürtigen Liverpoolers langfristig sichere.

Rekordweltmeister Michael Schumacher hatte Watkins' Tod als "schweren Verlust für die Formel 1, und nicht nur für sie" bezeichnet: "Sid verband Kompetenz mit Herz, und für uns Fahrer war er immer da - ich erinnere mich da natürlich an meinen Unfall in Silverstone, als er sofort an meiner Seite war. Meine Gedanken sind bei seiner Familie."

Einige Fahrer wie Rubens Barrichello hatten Watkins als "meinen Lebensretter" bezeichnet. Nicht mehr retten konnte der Brite 1994 Ayrton Senna. Der Unfalltod des Brasilianers, dem er eng verbunden war, in Imola war für Watkins eines der traurigsten Erlebnisse seines Lebens.

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