Der querschnittsgelähmte Teamchef Sir Frank Williams hat sich nach dem Feuer in der Box seines Formel-1-Rennstalls vor knapp zwei Wochen in Barcelona zurück zu der brennenden Gefahrenstelle schieben lassen.

"Schnell wie der Blitz wurde ich aus der Box gerollt", sagte der 70-Jährige der englischen Tageszeitung "Telegraph" und berichtete, wie er seinen Betreuer zum Umkehren aufforderte:

"Ich schrie: Michael, du musst verdammt noch mal stehenbleiben. Ich sollte die Leitung übernehmen, und kann mich nicht einfach aus dem Staub machen."

Der Betreuer schob Williams tatsächlich zurück in die brennende Box, "aber ich konnte nichts tun", sagte dieser.

Das am schwersten verletzte Teammitglied wird derweil nach Angaben von Williams-Mitbesitzer Toto Wolff nächste Woche aus dem Krankenhaus entlassen.

"Er hat einen starken Charakter", sagte Williams über den Mechaniker, der schwere Verbrennungen an Händen und Füßen erlitt: "Er wird zurückkommen, wenn es für ihn passt - in einem Monat oder zwei."

Insgesamt waren nach dem Brand 31 Personen ärztlich behandelt worden. Das Feuer, das ausgerechnet nach dem ersten Williams-Sieg nach acht Jahren durch den Venezolaner Pastor Maldonado ausgelöst worden war, ist offenbar auf eine statische Entladung zurückzuführen.

Finanziell hat Williams keinen Schaden erlitten, da alle Teile versichert waren. Die Daten und die Software auf den beschädigten Laptops waren gesichert.

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