Susie Wolff ist seit Novembert offizielle Testfahrerin
Susie Wolff ist seit 2012 als Testfahrerin in der Formel 1 aktiv © getty

Ein Vuvuzela-Auspuff bei Mercedes und eine Testdebütantin, die dem Weltmeister davonfährt: Formel 1 kurios in Barcelona.

Barcelona - Susie vor Suzie und eine "Vuvuzela" am Heck der Mercedes Silberpfeile: Debütantin Susie Wolff war bei den Formel-1-Testfahrten in Barcelona in ihrem ersten Einsatz im Williams FW36 auf Anhieb fast sieben Zehntelsekunden schneller als Weltmeister Sebastian Vettel und sein erneut bockiger Red Bull namens "Suzie".

In 1:27,280 Minuten wurde für die Ehefrau von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff die fünftbeste Zeit gestoppt. Vettel kam wegen erneuter technischer Probleme an seinem Auto nicht über 1:27,973 und Platz sieben hinaus.

"Ich habe heute eine Menge gelernt", twitterte Susie Wolff, die am Vormittag einen Dreher unbeschadet überstanden hatte.

Derweil scheiterte der überlegene WM-Spitzenreiter Mercedes beim Versuch, der Formel 1 etwas von ihrem verlorenen Sound zurückzugeben. Der neue Auspuff am Heck der Silberpfeile, optisch eine Kreuzung aus Tuba und Vuvuzela, hielt nicht, was sich Mercedes davon versprochen hatte. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

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"Haben den neuen Auspuff probiert heute", twitterte Nico Rosberg: "Hat aber nicht so wie gedacht funktioniert. War nicht viel lauter. Pushen jetzt für eine andere Lösung."

Rosberg hinter Maldonado

Nicht lauter, aber dafür langsamer: In 1:25,805 Minuten lag Rosberg als Zweiter am Mittwoch deutlich hinter Lotus-Pilot Pastor Maldonado (Venezuela), der in 1:24,871 aus Supersoft-Reifen ein wenig überraschend die Bestzeit vorlegte.

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Hinter Rosberg zeigte Ferraris Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen in 1:26,480 einen leichten Aufwärtstrend.

Was genau Sebastian Vettel am Vormittag eingebremst hatte, ließ sich Red Bull nicht entlocken. In jedem Fall kostete ihn sein Stotter-Red-Bull in der Früh noch einige Zeit.

Vettel zufrieden mit dem Nachmittag

"Durch die Probleme von gestern sind wir heute Morgen ein bisschen spät hinausgekommen", sagte Vettel. "Der Nachmittag war aber produktiv und wir haben eine Menge Runden geschafft, was angesichts der knappen Zeit gut war."

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Für den Weltmeister hatte der Tag mit öffentlichen Sticheleien seines Teamkollegen Daniel Ricciardo begonnen. "Es ist ein gutes Gefühl, dafür zu sorgen, dass Sebastian ein bisschen was für sein Geld tun muss", sagte der 24 Jahre alte Australier in einem Interview mit der Sport Bild.

Ricciardo landete in den bisherigen fünf Rennen schon zwei Mal vor Vettel und liegt in der WM-Wertung nur wegen seiner Disqualifikation beim Saisonauftakt hinter dem Heppenheimer auf Platz fünf. SHOP: Jetzt Motorsport-Artikel kaufen

"Ich bin hungriger denn je nach Erfolgen, und man weiß ja: Ich kann eine Menge essen", sagte der Nobody aus Down Under.

Ricciardo hat Vettel aber noch lange nicht abgeschrieben. "Im Moment läuft es gut für mich, aber ich weiß auch, dass Seb bald alles aus seinem Auto herausholen wird", sagte er, "deshalb sollte ich im Moment lieber mal die Kirche im Dorf lassen. Sebastian hat alles andere als das Fahren verlernt."

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