Die Formel 1 friert - und zwar gewaltig. Für den ambitionierten Kreisverkehr kommen die Temperaturen einer Katastrophe gleich.

Die Formel 1 ist in heller Aufruhr. Ach was, die Formel 1 - ganz Katalonien ist im Ausnahmezustand, jedenfalls was die Region rund um den berühmten Grand-Prix-Kurs auf dem Circuit de Catalunya betrifft.

Der Grund ist jahreszeitlich bedingt und - natürlich nur aus der unterkühlten alemannischen Betrachtungsweise - ziemlich simpel: Es ist saukalt!

Normal eigentlich für den späten deutschen Winter, der ja im nördlichen Teil Europas doch ein eher strenger war.

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Nicht aber hierzulande - und schon gar nicht für den ambitioniertesten PS-Zirkel der Welt.

Zu Jahresbeginn flieht der elitäre Sport ja extra vor Eis und Schnee in südliche Gefilde, um sich, vom Wettergott möglichst in Ruhe gelassen, auf sein Boliden-Spektakel vorzubereiten.

Und dann das! Zehn Grad, Regen, Wind. Ende Februar! Wie kann so was sein?

Die PS-Branche hat der Kühlschrank Katalonien schwer vom Kurs abgebracht.

Deutschlands Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel zettert ob der Kälte, nichts sei mehr vergleichbar. McLarens Star-Pilot Jenson Button jammert beinahe so, als habe er über Nacht das Autofahren verlernt.

Was für ein Lamento. Und sogar die Reifen - für Hitze gebaut - machen die Kälte nicht mit. Sie versagen einfach den Dienst - ab in die Ferien sozusagen.

Und schon erwägt der Motoren-Zirkel zugvogelgleich die Radikal-Lösung: Den Abschied aus Europa.

Ab 2014 will der Kreisverkehr in Asien seine Test-Kilometer abspulen.

Ob die Hysterie den Saison-Auftakt im sonnigen Australien überdauern wird, wird sich zeigen.

Fürs erste empfiehlt der in der Kälte bibbernde Reporter: Zieht euch warme Jacken an!

Für Sonntag ist ein Hoch angesagt. Dann wird gefahren was das Zeug hält. Vielleicht beruhigt das die Nerven.

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