Fernando Alonso wurde 2005 und 2006 Formel-1-Weltmeister © getty

Am dritten Testtag in Barcelona setzt der Vize-Weltmeister die Bestzeit. Hülkenberg fährt auf Platz zwei. Auch Sutil testet.

Barcelona - Fernando Alonso an der Spitze, Nico Hülkenberg knapp dahinter, und Adrian Sutil mit einem ordentlichen Comeback: In Abwesenheit von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat Dauer-Konkurrent Alonso am dritten Testtag in Barcelona die Tagesbestzeit gesetzt. (BERICHT: Der zweite Tag in Barcelona)

Der Spanier lag im Ferrari in 1:21,875 Minuten deutlich vor dem leicht erkälteten Sauber-Piloten Hülkenberg (Emmerich/1:22,160).(DATENCENTER: Die Ergebnisse aus Barcelona)

Während Nico Rosberg (Wiesbaden) im Mercedes in 1:22,611 Minuten, gefahren allerdings auf den langsameren Medium-Reifen, als Vierter noch hinter dem französischen Lotus-Fahrer Romain Grosjean (1:22,188) landete, belegte Adrian Sutil bei seinem Comeback in der Königsklasse nach 452 Tagen im Force India den achten Platz (1:22,877).

Näher dran als 2012

"Wir hatten keinen perfekten Morgen, und die niedrigen Temperaturen haben uns zu schaffen gemacht. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem, was wir in dieser Woche erreicht haben. Wir sind näher dran an der Konkurrenz als vor einem Jahr", sagte Rosberg. Hülkenberg freute sich über die gute Performance seines Boliden: "Ich bin so glücklich wie ich nur sein kann."

Sutil besser als erwartet

Sutil war mit seinem Auftritt insgesamt zufrieden. "Ich denke, ich habe zeigen können, dass ich immer noch schnell unterwegs bin. Das war sehr wichtig", sagte der 30-Jährige nach insgesamt 78 Runden. Es habe Spaß gemacht und sei "besser gelaufen, als ich erwartet hatte."

Sutil legt vor

Für Sutil war es der einzige Testtag bei seinem alten Team. Möglicherweise fällt Anfang nächster Woche eine Entscheidung, wer das zweite Cockpit beim indischen Team neben dem Schotten Paul di Resta erhält. ( 677815 DIASHOW: Die Tests in Barcelona )

Sutils schärfster Konkurrent, der Franzose Jules Bianchi, sitzt am Freitag im Auto. "Ich weiß nicht, wer die besseren Chancen besitzt. Ich habe alles für ein mögliches Comeback gegeben. Jetzt muss das Team entscheiden", sagte Sutil.

Was zählt?

Doch auch Sutil weiß: "Am Ende macht es vielleicht gar keinen großen Unterschied, wie der Test hier läuft. Da gibt es noch andere Faktoren, die eine Rolle spielen."

Bob Fernley, der stellvertretende Teamchef von Force India, deutete an, dass bald eine Entscheidung fallen wird: "Wir werden übers Wochenende alle Daten sammeln und sie den Teambesitzern vorlegen. Dann ist es ihre Entscheidung. Garantieren kann ich nur eins: In Australien haben wir zwei Mann in den Autos."

Webber fährt hinterher

Mark Webber, der Vettel für die zweite Hälfte der Tests im Red Bull abgelöst hatte, landete sogar noch hinter Sutil in 1:23,024 Minuten auf Platz neun. Bei schlechteren Bedingungen als an den Vortagen spulten die Teams am Nachmittag vor allem viele Runden ab, Grosjean fuhr eine komplette Rennsimulationen über die Grand-Prix-Distanz von 66 Runden.

Die meisten Kilometer spulte Williams ab, allerdings teilten sich Pastor Maldonado (Venezuela) und Valtteri Bottas (Finnland) die 147 Runden. Grosjean kam auf 119 Umrundungen der 4,655 km langen Strecke, Webber und Rosberg folgten mit jeweils 108.

In der katalanischen Metropole endet am Freitag die zweite von insgesamt drei Testphasen. Die Teams kehren dann am 28. Februar noch einmal für vier Tage auf den Circuit de Catalunya zurück. Die Saison startet mit dem Rennen in Melbourne am 17. März.

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