Michael Schumacher hat in der Formel 1 sieben Weltmeisterschaften gewonnen © getty

Der Mercedes-Pilot spult in Mugello zweieinhalb Renndistanzen ab. Vettel feiert eine gute Premiere. Ein Duo setzt die Bestzeit.

Mugello - Weltmeister Sebastian Vettel war schnell, Rekordchampion Michael Schumacher fleißig:

Am zweiten Tag der Formel-1-Testfahrten in Mugello hat Red-Bull-Pilot Vettel hinter den zeitgleichen Romain Grosjean und Kamui Kobayashi Platz drei belegt.

Mercedes-Pilot Schumacher war dagegen auf der Berg- und Talbahn in der Toskana, die er von unzähligen Testfahrten aus seiner Ferrari-Zeit bestens kennt, mit insgesamt 144 Runden der mit Abstand fleißigste Fahrer.

"Es ist schön, mal wieder hier zu sein", sagte Schumacher, der zweieinhalb Renndistanzen abspulte. Seine schnellste Runde reichte in der Tageswertung zu Rang neun. Die drei Tage in Mugello sind die ersten Testfahrten während einer Formel-1-Saison seit 2008.

"Bis jetzt läuft alles nach Plan"

Schumacher war mit dem Arbeitstag zufrieden. "Wir haben das Programm abgespult, das wir vorhatten. Das ist positiv. Wir haben uns auf die Entwicklung konzentriert, die wir betreiben wollten. Bis jetzt läuft alles nach Plan", sagte der Routinier ( 552465 DIASHOW: Testfahrten in Mugello ).

Im Gegensatz zu Teamkollege Nico Rosberg, der in Shanghai seinen ersten Sieg und den ersten Erfolg des wiederbelebten Silberpfeil-Teams geholt hatte, war Schumacher in den ersten vier Rennen vom Pech verfolgt; technische Probleme, Schwierigkeiten mit den Reifen und ein verpatzter Boxenstopp bremsten den siebenmaligen Champion aus.

"Das Glück lag sicher nicht bei uns, das kann man klar so sagen. Aber so ist der Rennsport. Es ist kein Wunschkonzert und die Realität holt einen manchmal ein."

Premiere für Vettel

Vettel, der zuletzt in Bahrain mit seinem ersten Saisonsieg in die Erfolgsspur zurückgefunden hatte, übernahm nach der Mittagspause den Red-Bull-Renault von Teamkollege Mark Webber und feierte seine Premiere auf der Strecke in Mugello (Service: Alle Resultate aus Mugello).

Er unterbot die Zeit von Webber und kam bis auf zwei Zehntelsekunden an Lotus-Pilot Grosjean (Frankreich) und Sauber-Mann Kobayashi (Japan) heran.

Der Franzose hatte bei Lotus nach dem verregneten ersten Tag am Mittwoch den Platz von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen übernommen. Der Finne, zuletzt in Bahrain Zweiter, durfte kurzfristig zu Hause bleiben.

Glock mit Verspätung

Wie Vettel am Nachmittag in Einsatz war auch Timo Glock, allerdings mit etwas Verspätung.

Nach der Mittagspause musste am Marussia-Cosworth, den am Morgen noch Teamkollege Charles Pic gefahren hatte, ein Problem mit der Lenkung behoben werden.

Auch Glock war zuvor noch nie in Mugello gefahren.

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