Sebastian Vettel gewann in der Saison 2010 als bisher jüngster Pilot den WM-Titel. © getty

Der Weltmeister will in Barcelona am Samstag mit einer technischen Neuerung aufwarten, die die Konkurrenz das Fürchten lehrt.

Barcelona - Nach einem kuriosen Testtag mit Nebel, einem missglückten Boxenstopp und zwei schnellen Franzosen hofft Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel auf einen neuen Wunder-Auspuff.

Sein Red-Bull-Team hat um Erlaubnis gefragt, das Chassis wechseln zu dürfen und wird Vettel hofft auf den Wunder-Auspuff ( 525286 DIASHOW: Die Tests in Barcelona ) .

"Es kommt ein größeres Paket", sagte der Red-Bull-Motorsportbeauftragte Helmut Marko dem Fachmagazin "auto, motor und sport" und deutetet an:

"Gehen Sie davon aus, dass der Auspuff an einer anderen Stelle sein wird." Vettels Teamkollege Mark Webber frohlockte: "Passt auf, was da morgen kommt."

Licht und Schatten

Der zweite Tag der letzten Testwoche vor dem Start in Australien am 18. März brachte für Vettel Licht und Schatten.

Zunächst misslang gleich die erste Boxenstopp-Simulation gehörig, weil ein Mechaniker 15 Sekunden brauchte, um das rechte Vorderrad zu wechseln.

Grosjean wieder Schnellster

Nach dem ansonsten relativ reibungslos verlaufenen Testtag und 85 Runden musste sich Vettel mit seiner besten Runde von 1:23,361 Minuten nur zwei Franzosen beugen (BERICHT: Vettel ist vorn - aber wie weit?).

Zeitenjäger Romain Grosjean, im Lotus wie schon am Donnerstag der schnellste, und "Jung-Bulle" Jean-Eric Vergne, neu im Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso.

Mit Verspätung auf die Strecke

Wegen dichten Nebels am Morgen fuhren die elf Autos erst eine halbe Stunde später auf die Strecke, dafür durften sie eine halbe Stunde länger bleiben.

Die drei anderen Weltmeister, die am Freitag im Einsatz waren, begaben sich keineswegs auf Zeitenjagd, sondern probierten unterschiedlichste Dinge aus und hatten auch mit einigen Problemen zu kämpfen.

Rekordchampion Michael Schumacher (Mercedes) musste sich so im Zeitenklassement mit Rang acht begnügen, Lewis Hamilton (McLaren) landete sogar noch einen Platz dahinter (SERVICE: Die Resultate aus Barcelona).

Ferrari mit Reifenproblemen

Fernando Alonso wurde zwar Vierter, sein Ferrari offenbarte bei der Rennsimulation aber große Probleme mit den Reifen (BERICHT: Ratlos in Giftgrün - Ferrari hat die Krise).

Rückkehrer Nico Hülkenberg verlor im Force India wegen eines Getriebeschadens am Mittag wichtige Zeit und belegte nach nur 33 absolvierten Runden Platz sieben.

Schumacher im Kiesbett

Schumacher, der ebenfalls mit Reifenproblemen zu kämpfen schien, landete gegen halb zwölf sogar einmal im Kiesbett.

Da weder er noch das Auto zu Schaden kam, kehrte er eine halbe Stunde später jedoch auf die Strecke zurück.

Wieder am Start war am Freitag auch der Finne Heikki Kovalainan (Caterham), der am Donnerstag wegen einer auf dem Flug nach Barcelona eingehandelten Lebensmittelvergiftung kurzfristig ausgefallen war ( DATENCENTER: Rennkalender 2012).

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