Sebastian Vettels Formel-1-Rennstall Red Bull Racing glaubt angesichts der deutlichen Dominanz von Mercedes kaum noch an eine Trendwende im Titelkampf.

"Wir können nur hoffen, dass es an der Spitze den Krieg der Sterne gibt und die beiden sich gegenseitig in die Kiste fahren", sagte Motorsportberater Helmut Marko bei "Bild.de" über die Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton (England) und Nico Rosberg (Wiesbaden).

"Wir sind eine Sekunde weit weg, wir sehen Mercedes gar nicht mehr", sagte der 71-Jährige: "Wir machen ja kleine Schritte vorwärts, aber die macht Mercedes auch. Wir brauchen einen Quantensprung, sonst ist das Jahr gelaufen."

Ob Red Bull und Motorenhersteller Renault in dieser Saison noch entscheidend zulegen können, werde sich spätestens bis zum Großen Preis von Österreich (22. Juni) zeigen.

"Bis Spielberg sollten wir alle Parameter zu dem Motor haben und wissen, ob es für uns überhaupt noch eine Steigerungsmöglichkeit gibt", sagte Marko. Seine Enttäuschung über Renaults Leistung seit der Einführung der neuen Hybrid-Turbomotoren verbirgt der Österreicher nicht, ein möglicher Wechsel des Motorenlieferanten gehe allerdings "leider nicht so schnell".

Für Titelverteidiger Vettel sei die erste große Krise seiner Karriere derweil auch eine Charakterschule.

"Er ist ganz gut drauf, trotz der vielen Rückschläge. Das Verlieren trägt zu seiner Charakterbildung bei. Das muss er wegstecken und nach vorne rennen", sagte Marko.

Trotzdem glaubt Marko, dass Vettel ebenso wie Chefdesigner Adrian Newey bei Red Bull bleibe. Er gehe nicht davon aus, dass einer der beiden das Team verlasse, sagte Marko.

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