Ferrari-Chef Luca di Montezemolo hat in einem Rundumschlag Kritik am Automobil-Weltverband FIA und Formel-1-Konkurrenten Mercedes geübt.

Zudem erwartet der 65-Jährige für das kommende Jahr ein Ende der Überlegenheit von Sebastian Vettels Rennstall Red Bull Racing.

Noch immer stößt Montezemolo die milde Strafe für das Mercedes-Werksteam nach den illegalen Reifentests mit Hersteller Pirelli im Mai sauer auf.

"Ich hätte in diesem Fall mehr Mut von der FIA erwartet. Die Vorteile, die das Team durch die Tests hatte, konnte jeder sehen: Vorher hatten sie kein Rennen gewonnen, danach gewannen sie drei von fünf. So etwas schadet der Glaubwürdigkeit der Formel 1", sagte der Italiener dem "Corriere della Sera". Mercedes war mit einer Warnung und einem Ausschluss aus dem Young Driver Test davon gekommen.

"Im nächsten Jahr haben wir endlich wieder Testfahrten und nicht so eine Farce wie in diesem Jahr, in dem ein Team illegal testet, ohne die richtige Strafe dafür zu zahlen", sagte Montezemolo.

Zudem hofft er darauf, das Ferrari 2014 mit dem Wechsel zu den Turbo-Aggregaten einen Vorteil gegenüber Red Bull und Vettel haben wird.

"Wir stellen keine Getränke her, und ich sage das mit allem Respekt vor denen, die Getränke herstellen. Wir bauen Autos der höchsten Kategorie. Und in den nächsten Jahren haben wir endlich wieder eine Formel 1, die weniger von der Aerodynamik abhängt."

Derzeit habe Red Bull mit seinem "großartigen" Designer Adrian Newey einen Vorteil, "aber das ist meiner Meinung nach nicht gut. Wir bauen Autos, keine Flugzeuge", sagte Montezemolo.

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