Red-Bull-Motorenpartner Renault glaubt zu wissen, warum Sebastian Vettel schon zwei Mal in dieser Saison aufgrund einer defekten Lichtmaschine frühzeitig aus einem Rennen ausgeschieden ist.

Untersuchungen in der Motorenfabrik in Viry-Chatillon haben ergeben, dass es wohl im niedrigen Drehzahlbereich zur Überhitzung kommt.

Soll heißen: Langsame Kurven, wie es sie bei Vettels Lichtmaschinen-Ausfällen in Valencia und in Monza gab, sorgen für die Pannen.

"Unsere Untersuchungen nach Valencia haben ergeben, dass es potenzielle Überhitzungsprobleme bei niedriger Drehzahl geben könnte", erklärte Renaults Motorenchef Rob White gegenüber "Autosport.com".

Und weiter: "Grundsätzlich haben wir das Gehäuse und den Rotor der Lichtmaschine um zehn Millimeter verlängert, um die Energiegewinnungskapazität zu vergrößern, denn der Bedarf überschritt die Kapazität der Lichtmaschine. Mit der neuen Spezifikation können wir rund 30 Prozent mehr Strom abliefern, um die Probleme bei niedriger Drehzahl zu lösen."

Warum es dann beim Italien-GP erneut zu Schwierigkeiten kam? "Es waren ganz neue Teile der neuesten Spezifikation. Nach den Zwischenfällen im dritten Freien Training und im Qualifying wechselten wir die Lichtmaschinen beim Red Bull von Vettel. Der Zwischenfall im Rennen war daher ein weiterer Defekt bei niedriger Lebensdauer", sagte White.

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