Im Zuge der unklaren Zukunft von Rekordweltmeister Michael Schumacher bei Mercedes hat Norbert Haug eingeräumt, dass sich der Rennstall auch nach Alternativen umsieht.

"Natürlich werden alle Etwaigkeiten und Eventualitäten überlegt", sagte der Mercedes-Chef im Vorfeld des Großen Preises von Italien am Sonntag.

Für die Verhandlungen mit Schumacher stelle dies allerdings keine Belastung dar, es sei ein normaler Vorgang.

"Unsere Gespräche verlaufen offen und vertrauensvoll. Unser Teamchef Ross Brawn arbeitet seit über 20 Jahren mit Michael. Da kennt man und vertraut man sich."

Die vom ehemaligen Formel-1-Teamchef und heutigen TV-Experte Eddie Jordan angeheizten Gerüchte, McLaren Pilot Lewis Hamilton werde in der kommenden Saison Schumachers Cockpit übernehmen, seien Spekulation, möglicherweise gestützt durch die gemeinsame Geschichte.

"Lewis ist mit McLaren und mit uns groß geworden. Wir förderten ihn schon, als er zwölf Jahre alt war. Im McLaren Mercedes gewann er vor vier Jahren die Weltmeisterschaft", sagte Haug:

"Daraus zu schließen, dass die aktuellen Gerüchte eine Basis haben, ist deshalb aber nicht möglich."

Die britische Presse hatte die Gerüchte weiter angeheizt. So berichtete die "Daily Mail", Mercedes wolle Hamilton einen Dreijahresvertrag mit einem Umfang von 60 Millionen Pfund (75 Millionen Euro) anbieten und Schumacher ersetzen.

Schumacher selbst bekäftigte derweil noch einmal, dass eine Entscheidung noch nicht gefallen sei.

"Wir haben schon mehrfach betont, dass wir uns im Oktober äußern werden. Bis dahin werden wir eine Lösung finden, die wir mitteilen können." Der Oktober sei "ein logischer Zeitpunkt für uns, dass wir bis dahin soweit sein könnten oder ich soweit sein könnte, eine Entscheidung zu treffen."

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