Ein Mechaniker mit schweren Verbrennungen, kein finanzieller Schaden und wahrscheinlich eine statische Entladung als Ursache - dies ist anscheinend die endgültige Bilanz des Boxenbrands beim Formel-1-Rennstall Williams vor knapp eineinhalb Wochen in Barcelona.

Der am schwersten verletzte Mechaniker habe erhebliche Verbrennungen an Armen und Beinen, "ist aber schon wieder auf dem Weg der Besserung, es ist nichts Lebensbedrohendes", sagte Mitbesitzer Toto Wolff dem Fachmagazin "auto, motor und sport".

Das Opfer war gerade dabei, Benzin in einen anderen Behälter zu pumpen, als das Feuer ausbrach, und stand dadurch mitten in den Flammen. Insgesamt waren nach dem Brand 31 Personen ärztlich behandelt worden.

Das Feuer, das ausgerechnet nach dem ersten Williams-Sieg nach acht Jahren durch den Venezolaner Pastor Maldonado ausgelöst worden war, ist derweil offenbar auf eine statische Entladung zurückzuführen, die möglicherweise mit den Witterungsbedingungen in Katalonien zu tun haben könnte.

"Bei ganz extremen Bedingungen können sich die frei werdenden Gase entzünden", sagte Wolff: "Normalerweise sollte da alles luftdicht abgeschlossen sein. Das Wetter kann aber eine Rolle gespielt haben."

Der schwarze Rauch wurde offenbar durch das geschmolzene Plastik der 110 verbrannten Funkgeräte verursacht.

Finanziell hat Williams keinen Schaden erlitten, da alle Teile versichert waren. Die Daten und die Software auf den beschädigten Laptops waren gesichert.

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