In der WM-Wertung liegt Rosberg (r.) vor dem Sinpapur-GP 40 Punkte vor Schumi © getty

Der China-Sieger will dem Rekord-Champion nicht mehr die bessere Startnummer überlassen. Der kontert mit seinem Aberglauben.

Singapur - Rekord-Weltmeister Michael Schumacher wird im Fall eines Verbleibs bei Mercedes nicht mehr kampflos die bessere Startnummer von Teamkollege Nico Rosberg erhalten.

Rosberg kündigte indirekt an, in der kommenden Saison nicht wie in den bisherigen drei Jahren die kleinere Nummer freiwillig abtreten zu wollen (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

"Angesichts des Ergebnisses heute hätte ich natürlich lieber die niedrigere Startnummer gehabt", sagte Rosberg nach dem Qualifying von Singapur:

"Wir müssen mal schauen"

"Für dieses Jahr haben wir das vor der Saison so entschieden. Fürs nächste müssen wir dann mal schauen."

Der Hintergrund: Da beide Silberpfeil-Piloten in Q3 zur Reifenschonung für das Rennen nicht fuhren, wurde Schumacher auf Startplatz neun gesetzt, Rosberg auf Rang zehn.

Wenn mehrere Fahrer keine gezeitete Runde vorweisen können, wird die Rangfolge aufgrund der Startnummern ermittelt, somit steht die Nummer 5 (Schumacher) vor der Nummer 6 (Rosberg).

Rosberg gibt nach

In den bisherigen drei Jahren der Zusammenarbeit hatte Rosberg dem 16 Jahre älteren Kollegen stets die kleinere Startnummer überlassen. Erst die 3, dann die 7, nun die 5.

Und das, obwohl er aufgrund der größeren Anzahl von Punkten in der Saison davor immer das Anrecht darauf gehabt hätte.

Abergläubischer Schumi

Schumacher hatte stets argumentiert, er sei abgergläubisch und fahre lieber mit ungeraden Startnummern, weil er mit ungeraden Zahlen auf dem Auto alle sieben WM-Titel gewonnen habe.

Fünf davon errang er als Champion des Vorjahres allerdings mit der Nummer 1.

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