MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Michael Schumacher begann seine Formel-1-Karriere 1991 bei Jordan © getty

Für den Rekordweltmeister läuft es bisher nicht rund, Ross Brawn nimmt die Schuld auf sich. Geht es in Barcelona aufwärts?

Von Felix Götz

München - Der Rekordweltmeister ist ganz unten.

Zumindest von den 18 Fahrern, die in den ersten vier Rennen gepunktet haben, belegt Michael Schumacher gemeinsam mit Daniel Ricciardo, Felipe Massa und Nico Hülkenberg den letzten Platz (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Zwei Mal Rang zehn und zwei Ausfälle stehen für den Mercedes-Piloten zu Buche. Dazu sorgt er mit seiner Reifenschelte, die er gerade erst wieder bekräftigte, für Diskussionsstoff.

"Es fühlt sich an, als ob wir auf rohen Eiern fahren", beschwerte sich der 43-Jährige bei "CNN".

Rosberg macht es vor

Da Teamkollege Nico Rosberg mit seinem Sieg in China und Platz fünf in Bahrain vorgemacht hat, wie es geht, stellt sich so langsam die Frage, wann Schumi den Durchbruch schafft.

"Wir haben in den letzten beiden Rennen nicht den besten Job für ihn gemacht. Sonst hätte er sehr starke Ergebnisse einfahren können", sagte Teamchef Ross Brawn der "dpa" und nahm Schumacher damit in Schutz.

"Eine gute Basis geschaffen"

Vielleicht läuft es schon am kommenden Wochenende besser, wenn die Königsklasse nach den Testfahrten in Mugello erstmals in dieser Saison in Europa, auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona gastiert.

"Das Positive an den Tests war, dass wir uns wirklich auf die Neuentwicklungen konzentrieren konnten, die wir uns als Ziel gesetzt hatten", sagte Schumacher ( 552465 DIASHOW: Testfahrten in Mugello ).

Der 43-Jährige glaubt, dass damit "eine gute Basis" geschaffen wurde, "wenn auch vielleicht noch nicht für das nächste Rennen".

Dabei gilt der Grand Prix in Barcelona als der Gradmesser des Jahres.

Passen Spanien und Mercedes zusammen?

Schumacher ist aber der Meinung, dass die Strecke in Spanien und Mercedes nicht so recht zusammenpassen: "Barcelona ist eine Strecke, auf der wir ausgiebig gefahren sind und deshalb wissen wir, dass uns ihre Charakteristik nicht unbedingt in die Hände spielt."

Generell sieht der siebenmalige Weltmeister sein Team aber auf einem guten Weg - wirklich sichtbar wird das bisher aber nur an Rosbergs Auftritten.

"Die Ergebnisse beweisen, dass wir einen großen Schritt vorwärts gemacht haben. Ich bin ziemlich sicher, dass wir dieses Jahr noch gute Rennen haben und auf dem Podest stehen werden", sagte Schumacher.

Ähnlich sieht es Brawn: "Wir sammeln noch Erfahrungen mit unseren Autos, vor allem aber darüber, wie unsere Autos mit der neuen Reifen-Generation funktionieren. Wir sind auf dem richtigen Weg."

Der Sieg in Schanghai sei kein Zufall gewesen, so Brawn. Man habe mit dem Mercedes auch in den nächsten Rennen ein Siegerauto.

Mercedes-Ausstieg? Haug dementiert!

Rosberg ist ohnehin zuversichtlich. Für ihn lief es zuletzt sehr gut, die Tests in Mugello gaben dem 26-Jährigen zusätzlich Sicherheit.

"Ich glaube, dass wir die Reifen und die Abstimmung unseres Autos jetzt viel besser verstehen", erklärte er.

Während Schumacher und Rosberg in der Toskana testeten, machten Gerüchte die Runde, wonach Mercedes plane, sein Formel-1-Engagement zu beenden.

"Da ist absolut nichts dran", beendete Motorsportchef Norbert Haug dieses Thema mit einer klaren Aussage.

"Das war großartiger Sport"

Er schwärmte lieber von der bisherigen Saison.

"Das war großartiger Sport. Acht verschiedene Fahrer aus sechs Teams standen in den ersten vier Rennen auf dem Podium - in der letzten Saison gab es insgesamt sieben Fahrer, die einen Podiumsrang schafften", sagte Haug.

Und der 59-Jährige weiter: "Zum ersten Mal seit 30 Jahren gab es bei den ersten vier Grands Prix vier verschiedene Sieger - mehr Spannung geht nicht."

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