Sebastian Vettel gewann 2013 in Abu Dhabi © imago

Die Formel 1 steht vor weitreichenden Neuerungen.

Ein Meeting der Formula One Commission und der F1 Strategy Group, die aus den Teams Red Bull, Mercedes, Ferrari, McLaren, Lotus und Williams besteht, legte für 2014 eine überraschende Regeländerung fest.

Im letzten Grand Prix des Jahres (2014 ist dies Abu Dhabi) werden die Punktzahlen für Fahrer und Teams verdoppelt, wie das "Motorsport Magazin" berichtet. Der Sieger erhält demnach 50 statt bisher 25 Punkte für die WM-Wertung.

Dadurch soll die Weltmeisterschaft möglichst lange offen gehalten werden.

Außerdem ging aus dem Meeting hervor, dass sich die Fahrer in Zukunft eine Startnummer von 2 bis 99 aussuchen dürfen, die für die gesamte Karriere gilt. Einzige Ausnahme ist der Weltmeister, der wie bisher mit der Nummer 1 startet (sollte er diese wollen).

Sollten mehrere Piloten die gleiche Nummer haben möchten, wird der in der Vorsaison besser platzierte Fahrer bevorzugt.

Des Weiteren will der Automobil-Weltverband FIA eine weitere Kostenexplosion bei den Topteams der Formel 1 verhindern und für Chancengleichheit sorgen. Die FIA gab am Montag nach einem Meeting der "F1 Strategy Group" und der "Formula One Commission" in Paris bekannt, ab der Saison 2015 eine Ausgabengrenze einzuführen.

In den kommenden Tagen soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, welche die Einzelheiten der Regelung bis Ende Juni 2014 ausarbeiten soll. Zur Höhe des Kostenlimits und zu möglichen Strafen machte die FIA keine Angaben.

Bislang gab es unter den Teams der Königsklasse große Unterschiede im Budget. 2013 lag Sebastian Vettels Rennstall Red Bull mit einem geschätzten Etat von 370 Millionen Euro an der Spitze, Schlusslicht Marussia (30 Millionen) bestritt die Saison mit weniger als einem Zehntel dieses Betrags.

Weiterhin sollen die Fahrer für kleinere Vergehen mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt werden. Ob diese während dem Rennen abgesessen werden muss oder im Rennergebnis dazu gezählt wird, ist noch offen.

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