Sebastian Vettels Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat erbost auf den Betrugsverdacht des früheren Formel-1-Teamchefs Giancarlo Minardi reagiert.

"Jede Unterstellung, wir hätten eine Art Traktionskontrolle, ist boshaft oder Wunschdenken", sagte der 39-Jährige vor dem Großen Preis von Südkorea: "Diese Dinge unterliegen so scharfen Kontrollen, dass es schlicht unmöglich ist."

Nach Vettels souveränem Sieg in Singapur hatte Minardi gemutmaßt, der Red-Bull-Bolide sei mit der verbotenen Beschleunigungshilfe ausgestattet.

Eine Traktionskontrolle müsste über die elektronische Motorsteuerung, die Electronic Control Unit (ECU), kontrolliert werden.

Die ECU ist ein Einheitsteil, das für jedes Team von McLaren Electronics produziert wird.

"Man müsste schon ziemlich dumm sein, eine Traktionskontrolle in ein Auto einzubauen, welches über eine einheitliche ECU gesteuert wird, die peinlich genau von der FIA geprüft wird", sagte der Brite Horner.

Zuvor hatte Vettel bereits mit viel Ironie auf die Verdächtigungen reagiert.

In Südkorea werde "die Traktionskontrolle nicht so entscheidend sein, es könnte also ganz schön eng werden", sagte der 26-Jährige aus Heppenheim am Donnerstag.

Bereits am Mittwoch war der Weltmeister durch den Automobil-Weltverband FIA von jedem Verdacht freigesprochen worden.

Nach sieben Grand-Prix-Siegen in diesem Jahr ist Vettel sein vierter WM-Titel in Serie kaum noch zu nehmen. Vor dem 14. von 19 Saisonrennen hat er 60 Punkte Vorsprung auf Alonso im Ferrari.

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