Ferrari ist im Titelkampf seines Piloten Fernando Alonso gegen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel jedes Mittel recht.

Eine eigentlich als Bestrafung gedachte Regel des Automobil-Weltverbandes FIA machte sich die Scuderia nun zunutze, um den Spanier beim vorletzten Saisonrennen in Austin in eine bessere Position zu bringen. Das bestätigte ein FIA-Sprecher.

Bei Alonsos Teamkollege Felipe Massa wurde vor dem Rennen das Siegel am Getriebe verletzt, was wie der Tausch des Getriebes eine Rückversetzung um fünf Plätze nach sich zieht. Somit startet der Brasilianer vom elften statt vom sechsten Startplatz - Alonso rückt vom achten auf den siebten Rang vor.

Positiver Nebeneffekt zudem: Beide Fahrer starten nun von der sogenannten "sauberen Seite", auf die die Piloten vor allem bei neuen Rennen wie in Austin großen Wert legen.

Dies könnte schon beim Start ein großer Vorteil sein, weil der neue Kurs neben der Ideallinie extrem rutschig und staubig ist.

Der Automobil-Weltverband FIA musste sich bisher keine Gedanken machen, ob er Rückversetzungen `erlaubt". Eigentlich dürfen sie nur bei technischer Notwendigkeit vollzogen werden. Anscheinend konnte die FIA Ferrari das Gegenteil aber nicht beweisen.

"Natürlich ist das eine komische Sache", sagte der frühere Weltmeister Mario Andretti, der beim Premieren-Rennen in Texas als Botschafter fungiert: "Aber man muss Ferrari auch dafür bewundern, dass sie wirklich alles für ihren Fahrer geben."

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