24. AUGUST: Zoff bei Mercedes: Beim GP von Belgien eskaliert der Streit zwischen den Mercedes-Piloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton. Rosberg schlitzt Hamilton bei einem Überholmanöver den Hinterreifen auf und verhindert dadurch den sicheren Doppelsieg. Hamilton scheidet aus, der Deutsche rettet Platz zwei und entschuldigt sich öffentlich, nachdem sein Team ihn für das Manöver hart kritisiert hat
Lewis Hamilton (l.) und Nico Rosberg sind Teamkollegen bei Mercedes. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des Qualifyings in Monte Carlo © getty

Nico Rosberg weist jeglichen Vorsatz nach seinem Verbremser von sich. Sebastian Vettel ist enttäuscht, Nico Hülkenberg sauer.

Monaco - Es könnte alles so schein sein bei Mercedes in Monte Carlo.

Zweite Pole-Position in dieser Saison für Nico Rosberg, die sechste Pole fürs Team im sechsten Qualifying 2014, Platz zwei für den Briten Lewis Hamilton.

Und doch bleibt ein fader Beigeschmack vor dem Monaco-GP: Nach Nico Rosbergs' Verbremser kurz vor dem Ende des Qualifyings (Bericht), der der Konkurrenz die Chance auf eine abschließende schnelle Runde nahm, treten die Kritiker auf den Plan. (DATENCENTER: Ergebnis des Qualifiyings)

"Ich kann die Verschwörungstheoretiker verstehen", sagte Rosberg anschließend. Dennoch sei jegliche Kritik an ihm seiner Meinung nach unangebracht: "Ich würde so etwas nie absichtlich tun. Es gibt nichts zu diskutieren."

Vettel im Pech

Sebastian Vettel hatte dagegen erneut mit Problemen am Auto zu kämpfen. Dieses Mal streikte das ERS-System, es reichte nur zu Platz vier für den Weltmeister.

Dementsprechend frustriert war der Heppenheimer. "Es war für uns ein enttäuschender Tag".

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Monte Carlo zusammen:

Nico Rosberg (Mercedes, Startplatz 1):

"Ich hatte schon eine gute Runde in Q3 und habe gehofft, dass keiner mehr vorbeigehen würde, aber es war natürlich nicht der Wunsch, stehen zu bleiben. Es ist eine schwierige Kurve und leider ist mir der Fehler unterlaufen. Es tut mir leid für Lewis, ich wusste nicht, wo er positioniert war. Ich kann verstehen, dass er sauer ist, weil ihm die Runde verdorben wurde. Das ist nicht gut, aber es ist so. Ich kann die Verschwörungstheoretiker verstehen, aber es gibt nichts zu diskutieren. Heute war ein super Tag für mich und Startplatz eins ist perfekt, aber noch ist nichts entschieden."

Lewis Hamilton (Mercedes, Startplatz 2):

"Es ist schon ironisch, dass er (Nico Rosberg, Anm. d. Red.) sich so die Pole Position holt. Ich weiß nicht, ob sich Senna und Prost hingesetzt und sich ausgesprochen haben. Ich finde die Art und Weise, wie Senna damit umgegangenen ist, ziemlich gut. Vielleicht sollte ich mir davon eine Scheibe abschneiden."

Daniel Ricciardo (Red Bull, Startplatz 3):

"Ich bin enttäuscht, weil wir näher an den Mercedes hätten dran sein können. Es war schade, weil ich denke, dass im ersten Teil von Q3 noch etwas mehr drin gewesen wäre und ja, ich bin etwas frustriert, um ehrlich zu sein. Es war definitiv schön, wieder an der Spitze des Feldes zu kämpfen und hier macht es viel Spaß. Es ist immer schön, ein schnelles Auto zu haben, aber hier fühlt es sich großartig an. Ich glaube wir haben die Pace um im Rennen mit den Mercedes mitzuhalten. Hoffentlich kann ich am Start zumindest einen von den Beiden überholen und dann vielleicht über die Strategie einen Vorteil herausholen."

Sebastian Vettel (Red Bull, Startplatz 4):

"Es war für uns ein enttäuschender Tag. Wir hatten Probleme mit dem Elektro-Antrieb, und wir wissen nicht, warum. Wir sind dann mit einer schwächeren Einstellung gefahren, die dann aber zumindest etwas Leistung gebracht hat. Es war ein bisschen ein Glücksspiel, wie viel Power dann am Ende kam. Daher war es zu Beginn der Runde schwierig zu wissen, was überhaupt geht. Bis zu diesem Punkt war ich zeitgleich, im Rest hätte ich mich sicherlich noch steigern können"Jetzt stehen wir auf der äußeren Bahn. Das ist für die erste Kurve natürlich nicht so günstig."

Fernando Alonso (Ferrari, Startplatz 5):

"Meine Runde war ziemlich gut, wahrscheinlich meine beste Qualifyingrunde des Jahres. Ich fühle mich immer wohler mit dem Auto. Im Laufe des Wochenendes haben wir ein paar sehr wichtige Veränderungen vorgenommen. Normalerweise ändern wir das Setup nicht so stark, aber hier hatten wir sehr starkes Übersteuern und Probleme beim Bremsen, deshalb mussten wir daran arbeiten. Im Qualifying hatte ich dann von Beginn an ein gutes Gefühl, konnte mich in Q2 noch einmal steigern und habe in Q3 das Maximum herausgeholt. Ich bin sehr zufrieden mit der Balance des Autos."

Nico Hülkenberg (Force India, Startplatz 11):

"Monaco ist immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Ein Zehntel hat halt gefehlt. Platz elf ist aber immer noch eine gute Position, um in die Punkte zu kommen. Aber es ist dennoch schade und enttäuschend. Wegen unserer konservativen Reifenwahl wird es ein ödes Ein-Stopp-Rennen."

Adrian Sutil (Sauber, Startplatz 17):

"Es war ein enttäuschendes Qualifying. Die erste schnelle Runde war gut. Mit den zwei gelben Flaggen am Ende des ersten Qualifyings hatten wir dann Pech. Das ist sehr schade, kann aber in Monaco passieren. Wir konnten leider nicht das zeigen, was möglich gewesen wäre. Das müssen wir nun abhaken und nach vorne schauen. Im Rennen kann viel passieren. Ich freue mich darauf und hoffe, das Beste aus dem Auto herausholen zu können."

Toto Wolff (Mercedes-Teamchef):

"Er (Nico Rosberg, Anm. d. Red.) hat sich verbremst. Es war 120.000 eindeutige Prozent ein Fahrfehler. Das kann hier passieren. Er hat seinen Bremspunkt verpasst und den Notausgang genommen. Dem ist nichts hinzuzufügen."

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