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Kimi Räikkönen wundert sich über die Strategie Ferraris und fühlt sich benachteiligt. Sebastian Vettel hofft auf Besserung.

Barcelona/München - So wirklich nachvollziehen, konnte Kimi Räikkönen diese Entscheidung nicht.

Nicht der zu diesem Zeitpunkt Viertplatzierte Finne, sondern der dahinter fahrende Teamkollege Fernando Alonso wurde in Runde 16 vom Ferrari-Kommandostand in die Box gebeten.

Zudem wurde Räikkönen auf einer Zweistoppstrategie belassen, während Alonso auf den schnelleren Dreistopper umgestellt wurde. So konnte der Spanier am Ende doch noch vorbeiziehen. (DATENCENTER: Das Renn-Ergebnis)

"Wer genau hat diese Entscheidung getroffen?", schimpfte Räikkönen nach dem Rennen über Funk und fügte hinzu: "Ich werde da einiges aufklären müssen!"

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Vettel hofft auf Besserung

Währenddessen kann Weltmeister Sebastian Vettel erst einmal aufatmen. Bei seiner Aufholjagd von Startplatz 15 auf den vierten Rang lernt er endlich wieder das Gefühl des Überholens kennen. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

"Ich denke, das war alles, was wir hier rausholen konnten", sagte Vettel anschließend und hofft, dass sich die Beziehung mit seiner "Suzie" doch noch zum Besseren wendet: "Ich hoffe, dass das mit der Zeit bei meiner Suzie besser wird. Bei der Namenswahl des Autos haben wir uns in der schwierigen Winterpause mit Bedacht einen Namen ausgesucht, der ein bisschen was Zickiges hat. Ich entschuldige mich bei allen Susies."

SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen in Spanien zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes, Platz 1)

"Danke ans Team und vielen Dank für die Unterstützung der Fans hier in Spanien. Das war die größte Unterstützung, die ich je gehabt habe. Der erste Sieg in Spanien bedeutet alles für mich. Ich hatte Probleme mit der Balance, musste mich daher voll auf meine Ingenieure verlassen, die mir alle Daten aufs Ohr gegeben haben. Ich konnte Nico glücklicherweise hinter mir halten. Als ich mich mit Ross Brawn vor der Saison vor meinem Wechsel an den Tisch gesetzt habe, hätte ich mir diese Dominanz nicht träumen lassen."

Nico Rosberg (Mercedes, Platz 2)

"Ich hätte noch eine Runde gebraucht, um Lewis zu schnappen, aber das Rennen war dann leider schon zu Ende. Das Ergebnis frisst etwas an mir. Aber die Saison ist noch lang. In Monaco versuche ich, einen Platz besser ins Ziel zu kommen. Es ist sehr ärgerlich, Zweiter zu werden. Es sind Kleinigkeiten, an denen es liegt. Ich war wieder schneller im Rennen. Aber es ist sehr schwer, hier zu überholen - auch wenn du schneller bist. Ich hätte teilweise ein Kamikaze-Ding starten können, hab's dann aber doch lieber gelassen. Lewis ist einfach im Moment den kleinen Tick stärker. Ich muss schlicht besser werden. Für Monaco gibt?s eine Kampfansage ? jedes Rennen, volle Attacke."

Daniel Ricciardo (Red Bull, Platz 3)

"Die Mercedes waren ganz schön weit vorne. Als ich ins Rennen ging, dachte ich, dass das wahrscheinlich eine langweilige Angelegenheit wird. Wir wussten, dass Silber viel schneller ist und vor uns bleibt - wir haben mit Platz drei gerechnet, das kam dann auch so. Es ist wunderschön, auf dem Podium zu sein."

Sebastian Vettel (Red Bull, Platz 4)

"Ich denke, das war alles, was wir hier rausholen konnten. Der Start war bescheiden - ich kam nicht gut weg, konnte keinen Platz gut machen, musste sogar noch einen Platz abgeben. Wir wussten aber, dass unsere Zeit später im Rennen kommen würde, und so war es dann auch. Der zweite Stint war viel besser. Ich habe mir zwei Stellen auf der Strecke ausgesucht, wo ich den einen oder anderen ärgern konnte. Bei der Namenswahl des Autos haben wir uns in der schwierigen Winterpause mit Bedacht einen Namen ausgesucht, der ein bisschen was Zickiges hat. Ich entschuldige mich bei allen Susies. Ich hoffe, dass das mit der Zeit bei meiner Suzie besser wird."

Fernando Alonso (Ferrari, Platz 6)

"Natürlich wäre mir lieber, wenn wir um den ersten und zweiten Platz kämpfen würden, aber dafür waren wir heute leider nicht schnell genug. Am Ende hatten wir unterschiedliche Strategien und ich konnte ihn (Kimi Räikkönen, Anm. d. Red.) mit den frischeren Reifen überholen. Aber wie gesagt: Wir wären lieber Erster und Zweiter. Unsere Aufgabe ist, es Mercedes nicht zu leicht zu machen."

Kimi Räikkönen (Ferrari, Platz 7)

"Wir haben viel probiert und es war schon etwas besser, aber wir sind am Ende doch nur Sechster und Siebter geworden. Wir sind immer noch weit weg von dem, wo wir sein wollen. Alles in allem sind wir nur das viertschnellste Team, das ist sehr enttäuschend. Ich werde aber auch intern einiges aukfklären müssen."

Adrian Sutil (Sauber, Platz 17)

"Es war ein enttäuschendes Rennen. Leider hatte mein Auto heute wenig Performance, ich hatte kaum Grip. Die beiden Stints auf den Medium-Reifen waren schwierig für mich, und ich würde sagen, dass die härtere Reifenmischung besser funktioniert hat. Am Ende sind uns allerdings die Runden ausgegangen. Nun gilt es, nach vorne zu schauen und es besser zu machen."

Niki Lauda (Mercedes-Aufsichtsratschef)

"Lewis ist wieder sensationell gefahren. Ich habe es immer gesagt, die beiden Fahrer wurden wieder frei fahren gelassen und konnten tun, was sie wollten. Sie haben unterschiedliche Strategien ausprobiert. Nico war eigentlich, so 15 Runden vor Schluss, auf dem richtigen Weg. Aber Lewis ist im Moment nicht zu schlagen. Das muss man anerkennen, ich freu mich natürlich, und Nico muss noch mehr kämpfen. Aber er kam fast ran."

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