Sebastian Vettel debütierte 2007 in der Formel 1. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des Qualifyings © getty

Sebastian Vettel ist nach dem erneuten Rückschlag im Barcelona-Qualifying völlig konsterniert. Lewis Hamilton ist überwältigt.

Barcelona/München - Sebastian Vettel muss einem so langsam leid tun.

Auch im Qualifying in Barcelona streikt mal wieder sein Auto, dieses Mal macht das Getriebe schlapp. Daher reicht es am Ende nur zu Platz zehn - die nächste Enttäuschung für den viermaligen Champion. (DATENCENTER: Das Quali-Ergebnis)

Zudem droht noch eine Strafversetzung, sollte Red Bull gezwungen sein, dass beschädigte Getriebe zu wechseln.

"Es ist im Moment natürlich sehr bitter", fasste Vettel seine Gemütslage zusammen.

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Hamilton überwältigt

Teamkollege Daniel Ricciardo war als erster Verfolger der erneut dominierenden Silberpfeile "Best of the rest".

Für das Rennen am Sonntag (ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER, Highlights ab 18 Uhr im TV auf SPORT1) sieht er aber dennoch schwarz: "Der Abstand nach vorne ist einfach zu gross. Es gibt keine Wunderstrategie, mit der du im Rennen so etwas wettmachst."

Ganz anders die Stimmung bei Polesetter Lewis Hamilton, der schon zum vierten Mal in dieser Saison von Platz eins in Rennen geht. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

"Ich muss mich bedanken, die Arbeit des Teams war eine Inspiration. So etwas habe ich noch nie erlebt", schwärmte er.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Spanien zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes, Startplatz 1)

"Es war ein sehr harter Arbeitstag. Nico ist sehr gut unterwegs gewesen, aber am Ende habe ich alles aus dem Auto rausgequetscht. Wir wussten vor dem Wochenende nicht, wo wir stehen, aber die harte Arbeit des Teams hat sich ausgezahlt. Ich muss mich bedanken, die Arbeit des Teams war eine Inspiration. So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich bin einfach überwältigt."

Nico Rosberg (Mercedes, Startplatz 2)

"Am Ende war es natürlich schon enttäuschend. Aber es ist okay, es ist nur ein kleiner Rückstand auf Lewis. Ich setze alles auf einen guten Start und dann ist noch alles möglich. Ich werde auf jeden Fall voll angreifen. Uns erwartet ein langes Rennen, in dem der Reifenabbau eine Schlüsselrolle einnehmen wird. Vielleicht gibt es dadurch einige Gelegenheiten, um einen Vorteil herauszuschlagen."

Daniel Ricciardo (Red Bull, Startplatz 3)

"Was mich freut, ist, dass Rang drei echt ist, den haben wir uns vom Speed des Autos her redlich verdient. Was mich ärgert, ist, dass der Abstand zu Mercedes nicht kleiner geworden ist. Da hatte ich mir vor dem Spanien-Wochenende schon mehr ausgerechnet. Der Abstand nach vorne ist einfach zu gross, und die Dauerläufe von gestern zeigen, dass wir im Schnitt um eine Sekunde pro Runde hinterher hinken. Das ist einfach zu viel. Es gibt keine Wunderstrategie, mit der du im Rennen so etwas wettmachst."

Fernando Alonso (Ferrari, Startplatz 7)

"Was soll ich sagen? Es war einiges positiv, aber eben auch einiges negativ. Wir brauchen definitiv mehr Zeit, es war ein hartes Wochenende für alle. Wir hatten auf der Strecke sehr wenig Grip. Mit mehr Selbstvertrauen wäre wohl mehr drin gewesen. Kimi (Anm. d. Red: Platz sechs) hat einfach einen besseren Job gemacht und war eben schneller. Wir müssen schauen, dass wir Ferrari morgen in bessere Positionen bringen."

Sebastian Vettel (Red Bull, Startplatz 10)

"Es ist im Moment natürlich sehr bitter, es geht leider gar nichts. Ich dachte, ich hätte nur den zweiten Gang verloren und könnte ohne ihn weiterfahren. Aber dann bin ich überhaupt nicht mehr nach vorne gekommen. Es ist sehr schade, da es nicht in meiner Hand liegt. Wenn ich mich gedreht hätte, wüsste ich wenigstens warum. So müssen wir erst mal schauen, was genau das Problem war. Aber das ändert nichts an meiner Einstellung. Ich bleibe zuversichtlich und gebe Vollgas im Rennen."

Helmut Marko (Red-Bull-Motorsport-Berater)

"Die Enttäuschung ist riesengroß. Und wir wissen noch gar nicht, ob es nur der zehnte Platz ist. Es war ein Getriebedefekt. Und wenn das Gangrad, das offensichtlich gebrochen ist, noch weitere Beschädigungen angerichtet hat, dann müssen wir das Getriebe wechseln. Das würde bedeuten: weitere fünf Plätze zurück. Das ist besonders ärgerlich, weil Sebastian in einer guten Stimmung, in einer anderen Einstellung, wieder voller Motivation gekommen ist. Das trifft ihn wieder mit vollem Hammer."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef)

"In Barcelona bestimmt die Qualität des Gesamtpakets, und ganz besonders die Effizienz des Abtriebs, wie gut deine Rundenzeit ausfällt. Aus diesem Grund ist das heutige Ergebnis wirklich zufriedenstellend. Ein großes Lob an alle Teammitglieder, die hart dafür gearbeitet haben. Wir haben zwei Fahrer, die sich gegenseitig antreiben. Das ist die Grundlage für eine solche Mannschaftsleistung."

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