Lewis Hamilton (m.) holt sich die vierte Pole Position seiner Karriere © getty

Lewis Hamilton weist Nico Rosberg im Qualifying in die Schranken. Sebastian Vettel muss den nächsten Nackenschlag hinnehmen.

Barcelona - Sebastian Vettel wird immer mehr zur tragischen Figur der Formel 1.

Der Weltmeister musste im Qualifying zum Großen Preis von Spanien (Highlights, ab 17.15 Uhr im TV auf SPORT1) seinen Red Bull im entscheidenden Durchgang mit einem Getriebeschaden frühzeitig abstellen und erlebte die nächste Machtdemonstration der Silberpfeile aus der Box.

Der dreimalige Saisonsieger Lewis Hamilton holte die fünfte Pole Position im fünften Saisonrennen für Mercedes vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg und Daniel Ricciardo im zweiten Red Bull.

Vettel: "Es war mehr drin"

"Ich hatte keine Gänge und kam nicht mehr vorwärts, das ist sehr schade, denn heute war definitiv mehr drin, als der zehnte Platz", sagte Vettel bei "RTL": "Gestern und heute waren es Sachen, die nicht in meiner Hand liegen, das ist im Moment nicht einfach für mich. (DATENCENTER: Das Quali-Ergebnis)

Ich hoffe jetzt, dass es keinen Folgeschaden gibt, dann bin ich zuversichtlich, dass wir morgen noch einigermaßen nach vorne kommen können."

Die Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Nur wenige Stunden nach dem Qualifying gab Red Bull bekannt, dass Getrieben wechseln zu müssen. Die Folge für Vettel: Er wird um fünf Ränge nach hinten strafversetzt und wird das Rennen entsprechend von Startplatz 15 aufnehmen.

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Vettel entschuldigt sich

Vettel, der bereits am Freitag ein Desaster im Training erlebte, als nach nur vier Runden ein Kurzschluss seinen RB10 lahm gelegt hatte, meldete über Funk "Ich habe keinen Vortrieb", als er in der dritten Kurve sein Auto ausrollen lassen musste.

Fast wäre er dabei noch Hamilton ins Heck gerauscht. "Tut mir leid für Lewis, aber bei mir haben alle Lichter aufgeleuchtet", entschuldigte sich der viermalige Champion.

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35. Pole für Hamilton

Hamilton hatte sich zwischenzeitlich bitterlich über seinen F1 W05 Hybrid beklagt: "Ich weiß nicht wie, aber wir haben das Auto schlechter gemacht."

Aber als es darauf ankam, war er in 1:25,232 Minuten erneut schneller als Rosberg (1:25,400), der in der WM-Wertung immer noch knapp mit 79 zu 75 Punkten die Nase vorn hat. Für Ex-Weltmeister Hamilton war es die vierte Pole der Saison und die 35. seiner Karriere.

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Rosberg enttäuscht

"So eine Performance habe ich noch nie erlebt. Ich musste aber wirklich alles geben, um Nico heute zu schlagen", sagte Hamilton.

Rosberg war nach der erneuten Niederlage ein wenig enttäuscht: "Natürlich freue ich mich nicht darüber, hinter Lewis zu stehen. Aber morgen brauche ich nur einen guten Start und könnte schon in Führung liegen."

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Maldonado crasht

Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, wie die 4,655 km lange Strecke seit diesem Jahr offiziell heißt, gaben die Silberpfeile wie schon in den Trainingssessions am Freitag und Samstagmorgen vom Start weg den Ton an.

Im Q1 lag Rosberg fast eine halbe Sekunde vor Hamilton, dann folgte mit großem Abstand Vettel.

Für eine Schrecksekunde hatte zuvor Lotus-Pilot Pastor Maldonado gesorgt, der seinen schwarzen Boliden spektakulär in die Mauer setzte. Das Qualifying musste unterbrochen werden, der Venezolaner blieb bei dem Crash unverletzt.

Guter Start von Vettel

Vettel hatte sich am Samstagmorgen einigermaßen vom Schock des Vortages erholt gezeigt.

Zwar landete Vettel im 3. Training nur auf dem zehnten Platz, doch Experten vermuteten nicht ganz zu Unrecht, dass der viermalige Champion wohl mit einem vollen Tank unterwegs war. Doch die Hoffnung auf einen Schritt nach vorn blieb trügerisch. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Hülkenberg scheitert knapp

Nico Hülkenberg verpasste im Force India nur hauchdünn das Q3. Am Ende fehlten ihm auf Rang elf 83 Tausendstelsekunden auf den nur zehntplatzierten Vorjahressieger Fernando Alonso (Spanien) im Ferrari.

"Wir sind schlicht nicht schnell genug dieses Wochenende, mehr ging einfach nicht. Die Runde war eigentlich fast perfekt für die Verhältnisse", sagte Hülkenberg bei "RTL".

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Sutil unzufrieden

Für Adrian Sutil war im Sauber bereits nach dem Q1 Schluss. Der 31-Jährige, der sich für Barcelona eine deutliche Steigerung erhofft hatte, war entsprechend bedient: "Mit dem Auto stimmt etwas nicht. Es rutscht überall", meldete er über Funk.

Er wird wegen der Strafe gegen den Franzosen Jean-Eric Vergne (Toro Rosso) aus dem Freitagtraining, als dieser ein Hinterrad verloren hatte, von Rang 16 aus ins Rennen gehen.

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