In seiner SPORT1-Kolumne hebt Hans-Joachim Stuck den Red-Bull-Fahrer auf eine Stufe mit dem Rekord-Weltmeister.

Hallo Formel-1-Fans,

die Dominanz, mit der Sebastian Vettel den Großen Preis von Korea gewonnen hat, war wieder einmal äußerst beeindruckend.

Red Bull hat das richtig gut hinbekommen, und Vettel einen perfekten Start hingelegt. Von Anfang an hat er das Rennen kontrolliert.

Nun kann er schon nach 15 von 19 Grands Prix Weltmeister werden. Wobei das völlig egal ist, ob man drei Rennen früher oder später den Titel einfährt.

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Ein Weltmeister hat seinen Titel grundsätzlich immer verdient, da er das ganze Jahr über einen guten Job macht.

Daher glaube ich auch nicht, dass Vettels derzeitige Überlegenheit der Formel 1 schadet.

Auch ein Michael Schumacher war zu seiner Zeit schon sehr dominant.

Nun ist eben das Vettel-Zeitalter angebrochen. Wenn die anderen ihn schlagen wollen, müssen sie sich steigern.

Neben Vettel hat mit Nico Hülkenberg in Korea aber noch ein zweiter Deutscher eine richtig starke Performance abgeliefert.

Das ganze Sauber-Team hat da gut gearbeitet. Hülkenberg war mit einer perfekten Abstimmung unterwegs und das Auto hatte ein super Traktion.

Ich hoffe, dass Hülkenberg durch dieses Ergebnis weitere Argumente für seine Cockpit-Suche sammeln konnte. Diese Leistung sollte den einen oder anderen Entscheidungsträger jedenfalls ins Grübeln bringen.

Die zwei Podiumsplätze für Lotus haben mich indes nicht sonderlich überrascht. Von den Schwarz-Goldenen weiß man inzwischen, dass sie sonntags extrem gut unterwegs sind.

Kimi Räikkönen hatte ich demnach auch diesmal auf dem Zettel. Wenn überhaupt, kam der dritte Platz von Romain Grosjean etwas unerwartet.

Auch Nico Rosberg war lange Zeit auf Podestkurs - dann ist die Nase seines Autos abgebrochen. Generell hatte Mercedes bei ihm aber die richtige Strategie gewählt. Es ist schade, dass Rosberg letztlich so unter Wert geschlagen wurde.

Bis zum Japan-Grand-Prix,Euer Hans-Joachim Stuck

Hans-Joachim Stuck ist einer der erfolgreichsten und populärsten deutschen Rennfahrer. In seiner aktiven Karriere bestritt er 74 Formel-1-Rennen und fuhr in der Königsklasse zwei Mal auf das Podium. Außerdem gewann er zwei Mal die 24 Stunden von Le Mans, drei Mal die 24 Stunden auf dem Nürburgring, wurde Langstrecken-Weltmeister und DTM-Sieger. Seit dieser Saison schreibt er wöchentlich eine Formel-1-Kolumne bei SPORT1.

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