Vettels öffentliche Kollegenschelte kam nicht gut an. Der Weltmeister hat das auch nicht nötig. Er hat viel bessere Antworten.

Die Formel 1 hatte zuletzt ja ein großes Aufreger-Thema. Im Zentrum der Debatte: Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel.

Es ging um sein berüchtigtes Eier-in-den-Pool-Zitat, mit dem der Red-Bull-Star nach dem Singapur-Grand-Prix einigen Kollegen die Zornesröte ins Gesicht getrieben hatte.

Sein Team sei fleißiger als der Rest des Feldes, das war es, was der deutsche Champion, der scheinbar unaufhaltsam seinem vierten Titel in Serie entgegenrast, auf flapsige Art die Welt (und womöglich auch die Konkurrenz) wissen lassen wollte.

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Es war Vettels misslungener Versuch, sich gegen die Pfiffe und Buhrufe einiger Fans nach dem Singapur-Grand-Prix zu wehren bzw. seine überragende Form, die ihn zuletzt von Sieg zu Sieg trug, zu erklären.

Dieser an sich ehrenwerte Versuch des Hessen sein Erfolgsgeheimnis zu verraten, ging wie gesagt völlig daneben. Vettel fing sich die heftige öffentliche Kritik der getroffenen Konkurrenten ein - allen voran von Mercedes-Landsmann Nico Rosberg.

Kollegenschelte kommt selten gut an - das ist auch in anderen Feldern des Sports so. Vettel hätte es wissen können - und besser geschwiegen.

Denn der sympathische Heppenheimer hätte es letzten Endes gar nicht nötig gehabt, sich derart angreifbar zu machen.

Seine Antworten, die der deutsche Formel-1-Überflieger den Neidern und Missgünstigen auf der Strecke gibt - jetzt auch wieder auf dem Korea-Kurs in Yeongam - sind um soviel souveräner.

Sie sind schlichtweg weltmeisterlich.

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