Der Weltmeister fährt in Spa allen auf und davon. Der vierte WM-Titel scheint unter Dach und Fach. Zu überlegen ist Vettel.

Sebastian Vettel hasst es, das Fell des Bären zu verteilen, bevor dieser erlegt ist.

"Wir dürfen uns jetzt nicht zu schlau fühlen", warnte der Dreifach-Champion nach seiner triumphalen Siegfahrt beim Ardennen-Klassiker in Spa.

Es wäre vermessen, Vettels Warnung nicht ernst zu nehmen und somit seine in unzähligen Triumphen bewiesene Fachkompetenz zu ignorieren.

Und doch stellt sich angesicht der belgischen Machtdemonstration des Titelverteidigers unweigerlich die Frage: Wer soll den entfesselten Heppenheimer jetzt noch stoppen?

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Wer sollte ihm die üppigen 46 Zähler Vorsprung in den verbleibenden acht Rennen des Jahres noch abluchsen?

Um im Bild zu bleiben: Der Bär, Vettels Konkurrenten also, kommt keuchend daher und kraftlos. Leichte Beute also für den siegeshungrigen Deutschen.

Und selbst wenn Vettel es nicht so sieht, sein Vorgesetzter Helmut Marko hat den Siegersekt ingeheim wohl schon kaltgestellt.

Den Italien-Grand-Prix in Monza müsse man noch bewältigen, danach aber kämen die Red-Bull-Kurse, so hat er es zuletzt angekündigt.

Das beherrschende Team der Formel 1, immerhin das darf man wohl behaupten, hat kurz nach der Sommerpause zumindest eine Hand am Weltmeisterpokal.

Und Vettel hat in Spa ganz nebenbei noch eine ganz andere Frage beantwortet: Dass es völlig nebensächlich ist, wer in der kommenden Saison sein Teamkollege wird.

Vettel beherrscht das Feld. Und das wird sich auf absehbare Zeit kaum ändern.

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