Lewis Hamilton liegt in der Fahrerwertung derzeit auf dem vierten Rang © getty

Pole-Mann Lewis Hamilton bejubelt seinen vierten ersten Startplatz in Serie ausgelassen. Auch Vettel ist froh. Stimmen zur Quali.

München/Spa - Lewis Hamilton wirkte nach seinem vierten gewonnenen Qualifying (Bericht) in Folge ebenso euphorisch wie überrascht.

Der Brite kam mit den höchst anspruchsvollen Bedingungen in Spa am besten zurecht und entriss Sebastian Vettel kurz vor Schluss die Pole - obwohl er gar nicht mehr damit gerechnet hatte.

Mit einer Menge Stolz sprach der Mercedes-Star im Anschluss über seinen Triumph.

Doch auch bei Red Bull herrschte allgemeine Zufriedenheit: Wenngleich es Vettel und Mark Webber erneut nicht gelang, ein Qualifying zu gewinnen, waren die beiden Teamkollegen nach Platz zwei bzw. drei keineswegs enttäuscht. (DATENCENTER: Ergebnisse des Qualifyings)

SPORT1 fasst die Stimmen vom Qualifying zum Belgien-GP zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes, Startplatz 1): "Die vierte Pole in Folge fühlt sich fantastisch an. Als ich die Linie überquerte, war ich so überrascht zu hören, dass ich auf Position eins bin. Ich hoffe, wir versuchen es und können um den Sieg mitreden, egal wie die Bedingungen sind. Die Red Bulls sind uns in Sachen Performance immer noch voraus, sodass sich ein solches Resultat noch spezieller anfühlt, weil ich weiß, dass ich aus mir und dem Auto das absolute Maximum herausgeholt habe."

Sebastian Vettel (Red Bull, Startplatz 2): "Es ist schwer zu sagen, wo wir heute standen. Wir sind zuerst mit Slicks rausgegangen, was sehr unterhaltsam war, da es recht stark zu regnen begann. Als wir dann zu Intermediates gewechselt sind, war es immer noch nicht klar, was passieren würde. Es war schwer einzuschätzen, wir schnell man fahren konnte. Bei diesen Bedingungen kann alles passieren. Für heute bin ich zufrieden. Es war ein guter Tag für das Team."

Mark Webber Red Bull, Startplatz 3): "Es war in der Session schwierig, die richtigen Entscheidungen zu treffen, aber am Ende haben wir, so denke ich, die meisten Dinge gut hinbekommen. Es ist sehr einfach, bei solchen Bedingungen doof auszusehen. Es ist ein bisschen merkwürdig, wenn das DRS andauernd an und wieder ausgeht, aber das ist dasselbe für alle Fahrer. Ich bin froh, dass ich morgen vorne mit dabei bin." (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Nico Rosberg (Mercedes, Startplatz 4): "Es war eine schwierige Qualifying-Session und leider war das Glück heute nicht auf meiner Seite. Als ich über die Linie fuhr, war ich noch der Schnellste, aber die Strecker wurde schneller und schneller für diejenigen, die noch eine weitere Runde fahren konnten und schließlich in den Top drei gelandet sind. Daher muss ich mit dem vierten Platz zufrieden sein. Unser Auto macht bei jeglichen Bedingungen einen wirklich guten Eindruck an diesem Wochenende, und das lässt mich auf eine starke Performance im Rennen morgen hoffen."

Kimi Räikkönen (Lotus, Startplatz 8): "Als es heute in der zweiten Session trocken war, waren wir die schnellsten. Wenn es also morgen trocken ist, sollten wir für das Rennen gut aufgestellt sein, auch wenn wir nicht von einer tollen Position ins Rennen gehen. Bei nassen Bedingungen kann unser Auto nicht das Maximum abrufen."

Nico Hülkenberg (Sauber, Startülatz 11): "Es war wieder mal ein kniffliger Tag bei diesen Wetterbedingungen. Natürlich war es nicht einfach, aber das ist ja für alle gleich. Es war ein nasses Qualifying und das ist immer sehr aufregend. Platz elf ist eine gute Ausgangsposition für morgen."

Andrian Sutil (Force India, Startplatz 12): "Ich bin enttäuscht darüber, wie die Dinge heute abgelaufen sind, denn ich glaube, wir hatten das Potenzial ein besseres Ergebnis zu erzielen. Selbst mit dem schlechten Timing wäre ich besser gewesen, wenn drei Fahrer einfach etwas mehr in ihre Rückspiegel schauen würden: Hülkenberg, Rosberg und Grosjean. Grosjean ließ mich sogar eine komplette Runde lang nicht vorbei. Stattdessen pushte er wie verrückt, um vor mir zu bleiben."

Ross Brawn (Teamchef, Mercedes): "Es war ganz offensichtlich eine sehr knifflige Session für alle an diesem Nachmittag und wir waren weit entfernt davon, perfekt zu sein, aber wir haben genug richtig gemacht, um einen ordentlichen Job zu machen. Wir erwarten ähnliche Bedingungen im Rennen morgen, daher haben wir gute Aussichten auf Erfolg."

Christian Horner (Teamchef, Red Bull): "Ein über all drei Sessions hinweg wirklich intensives und spannendes Qualifying, in dem das Wetter unvermeidbar eine Rolle gespielt hat. Die Jungs haben einen hervorragenden Job gemacht, und wir haben es hinbekommen, das meiste richtig zu machen. Es ist gut, von zwei und drei ins Rennen zu gehen. Das Wetter wird ohne Zweifel wieder eine Rolle spielen."

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