Der Brite Lewis Hamilton sicherte sich 2008 die Weltmeisterschaft © getty

Hamilton konnte als Einziger das Tempo von Vettel in der Quali ansatzweise mitgehen. Der Brite will Vettel nicht im Weg stehen.

Austin - Das Qualifying stand ganz im Zeichen des Titel-Kampfs.

Sebastian Vettel sicherte sich in überzeugender Manier die Pole-Position. Konkurrent Fernando Alonso enttäuschte als Achter (BERICHT: Pole-Position für Vettel).

Dass es am Ende doch enger wurde, als es Vettel lieb war, lag an Lewis Hamilton. Der Brite war der Einzige, der mit den Zeiten des WM-Führenden ansatzweise mithalten konnte ( 640691 DIASHOW: Bilder des Qualifying ).

"Es war letztendlich knapper, als ich es mir gewünscht hätte. Insgesamt gesehen lief es aber fantastisch. Es ist sehr wichtig, hier von ganz vorne zu starten", unterstrich Vettel die Bedeutung der Pole-Position (DATENCENTER: Quali-Ergebnis).

Hamilton möchte auf keinen Fall im Titelrennen das Zünglein an Waage sein.

"Die Anfahrt auf Kurve eins ist sehr breit. Da sollte unter normalen Umständen nichts schiefgehen, aber vielleicht täusche ich mich ja. Ich will dem Rennen von Sebastian natürlich nicht im Weg stehen", sagte der Weltmeister von 2008 (DATENCENTER: WM-Fahrerwertung).

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying zusammen.

Sebastian Vettel (Red Bull): Startplatz 1

"Ich bin zufrieden, wenngleich ich im letzten Teil noch etwas schneller hätte fahren können. Sowohl im ersten als auch im letzten Sektor ließ ich etwas Zeit liegen. Es war letztendlich knapper, als ich es mir gewünscht hätte. Insgesamt gesehen lief es aber fantastisch. Es ist sehr wichtig, hier von ganz vorne zu starten. Morgen sollte es ein gutes Rennen geben. Wir konzentrieren uns ganz auf uns. Die beste Strategie ist, einfach Vollgas zu geben. Noch hat hier niemand irgendwelche Punkte gewonnen. Wir haben beim letzten Rennen gesehen, wie schnell sich die Dinge drehen können. Wir müssen abwarten, haben morgen die Chance, die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zu gewinnen. Darauf werden sich Mark und ich konzentrieren."

Lewis Hamilton (Mclaren): Startplatz 2

"Die erste Kurve macht mir weniger Sorgen als die schmutzige Seite der Startaufstellung. Ich hoffe einfach, morgen einen guten Start hinzulegen. Die Anfahrt auf Kurve eins ist sehr breit. Da sollte unter normalen Umständen nichts schiefgehen, aber vielleicht täusche ich mich ja. Ich will dem Rennen von Sebastian natürlich nicht im Weg stehen. Gleichzeitig will ich aber gewinnen. Dafür wird es zunächst drauf ankommen, dass ich gut von der Linie wegkomme."

Mark Webber (Red Bull): Startplatz 3

"In Q3 gab es an meinem Auto ein kleines Problem. Ich glaube nicht, dass mich das an einer Verbesserung gehindert hat, denn die beiden Jungs vor mir fuhren augenscheinlich sehr schnelle Runden. Mit Startplatz drei bin ich vorn dabei und kann von dort aus ein sehr starkes Rennen hinlegen."

Kimi Räikkönen (Lotus): Startplatz 4

"Ich wäre lieber Fünfter geblieben, aber hoffentlich gelingt mir ein guter Start und ich verliere nicht zu viele Plätze. Dann sehen wir, was passiert. Ich habe erwartet, dass das Qualifying viel komplizierter verlaufen würde, aber glücklicherweise wurde es ein wenig wärmer und die Reifen funktionierten etwas besser. Es ist noch nicht so, wie wir uns das wünschen, aber es wird besser."

Michael Schumacher (Mercedes): Startplatz 5

"Über einen Podiumsplatz brauchen wir nicht wirklich reden. Theoretisch wäre möglich, dass ich nach der ersten Kurve in Podiumsnähe bin, aber das zu halten, ist eine andere Geschichte. Es ist nicht unwichtig einen Platz weiter vorne zu starten, weil es beim Start einen großen Unterschied zwischen der linken und der rechten Seite gibt."

Niko Hülkenberg (Force India): Startplatz 7

"Ich bin glücklich, dass ich ein weiteres Top-10-Resultat eingefahren habe. Das war gute Arbeit vom gesamten Team, vor allem wenn man bedenkt, wo wir gestern Abend standen. Meine Runde im Q3 war nicht so schlecht, aber ich wurde in den letzten Kurven leicht von einem Williams behindert. Vielleicht wäre noch ein bisschen mehr gegangen. Insgesamt bin ich aber sehr glücklich und sicher, dass wir ein starkes Rennen fahren können, weil unsere Geschwindigkeit über die Distanz gestern absolut konkurrenzfähig war. Es gibt aber morgen viele Unwägbarkeiten, weil es keinerlei Daten aus der Vergangenheit gibt, auf die man sich stützen kann. Doch wir sind gut bei der Sache und mir macht die neue Strecke sehr viel Spaß."

Fernando Alonso (Ferrari): Startplatz 8

"Wir stehen im Qualifying meist irgendwo im Bereich von Platz sechs, sieben, neun. Wir kämpfen aber um die Weltmeisterschaft. Das Rennen ist unsere Stärke. Ich weiß noch nicht, wie weit es morgen nach vorne gehen wird - ich will einfach mehr Punkte als Sebastian mitnehmen. Ich glaube, dass wir das schaffen können, denn es wird ein langes Rennen. Wenn ich mehr Punkte als er einfahre, bin ich zufrieden."

Nico Rosberg (Mercedes): Startplatz 17

"Wir haben halt etwas probiert und haben den Auspuff eingesetzt, der auf dem Stand von vor ein paar Monaten war. Das hat das Auto leider nicht schneller gemacht. Es war wahnsinnig schwierig zu fahren - unglaublich, wie viel ich dadurch verloren habe. Das Positive daran ist, dass man sieht, wie weit wir unser Auto weiterentwickelt haben. Die kalten Bedingungen haben die Situation natürlich noch dramatischer werden lassen."

Timo Glock (Marussia): Startplatz 19

"Ich habe stark darauf hingearbeitet, dass wir uns vor beide Caterham setzen. Zuletzt waren wir immer nahe dran. Die Strecke hier liegt uns ganz gut. Wir haben uns einfach nur auf das Wesentliche konzentriert. Gestern war mir nach der Installationsrunde klar, dass sich hier alles um den Reifen dreht und darum, ihn zum Arbeiten zu bringen. Das haben wir heute sehr gut hinbekommen und haben zwischen Freiem Training und Qualifying, wo der Temperaturunterschied doch sehr groß war, die richtigen Entscheidungen getroffen. Mir ist eine sehr gute Runde gelungen."

Weiterlesen