Sebastian Vettel wurde mit Red Bull vier Mal Weltmeister
Sebastian Vettel begann seine Formel-1-Karriere 2007 bei BMW Sauber © getty

Der Champion ist auch in der zweiten Singapur-Session nicht zu stoppen. Button wird vor Alonso Zweiter. Bei Mercedes läuft es nicht rund.

Singapur - Als "blinkende Discokugel" hat Weltmeister Sebastian Vettel zum Auftakt des Formel-1-Wochenendes von Singapur (Qualifying, Sa., ab 14.45 Uhr im LIVE-TICKER) ein klares Zeichen gesendet, nun will er sich zum Siegen "in die Nacht stürzen":

Der Red-Bull-Pilot, aktuell nur Vierter der WM-Wertung war am Freitag mit einem blinkenden Helm in beiden Trainingseinheiten der Schnellste. (DATENCENTER: Das Trainings-Ergebnis)

Damit nährte der 25-Jährige unter dem Nachthimmel von Singapur die Hoffnung, im asiatischen Stadtstaat tatsächlich die geplante Aufholjagd starten zu können.

Vettel zeigte sich danach für einen Freitag ungewöhnlich zufrieden.

"Es ist schwer, die Zeiten hier einzuschätzen, aber wir sind vorne bei der Musik, das Auto macht keine Probleme, und deshalb läuft alles gut", sagte der 25-Jährige: "Jetzt werden wir uns in die Nacht stürzen und schauen, was dabei rauskommt." ( 614972 DIASHOW: Die Bilder des Trainings )

Qualifying sehr wichtig

Das Blinken des Helmes, der für 3500 Euro umgebaut wurde und dessen batteriebetrieben Mini-Lichter bei Erschütterung flackern, habe keine besondere Bedeutung.

"Nur, dass es auffällt, und das ist gelungen", sagte Vettel schmunzelnd: "Ich blinke wie eine Discokugel."

Nachdem in den vergangenen drei Jahren stets der Fahrer von der Pole gewonnen hat, kommt wohl auch dem Qualifying schon große Bedeutung zu.

"Idealerweile startet man von vorne, aber dafür gibt es noch viel zu tun", sagte Vettel.

[kaltura id="0_uqlgu23b" class="full_size" title="Vierkampf um die Konstrukteurswertung"]

39 Punkte wettmachen

In den verbliebenen sieben Rennen muss Vettel 39 Punkte auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (Ferrari) wettmachen, der am Freitag die drittbeste Zeit hinter McLaren-Pilot Jenson Button fuhr. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Der WM-Zweite Lewis Hamilton kam im McLaren nur auf Rang fünf hinter Vettels Teamkollege Mark Webber.

Teamchef Christian Horner gab dem Weltmeister ebenfalls mit, in den verbleibenden Saisonrennen alles auf eine Karte zu setzen.

"Die Strategie ist einfach: Wir müssen jetzt angreifen", sagte der Brite: "Jetzt gibt es nur noch Schlüsselrennen. Und deshalb gibt es ab jetzt nur noch Vollgas."

Mercedes mäßig

Noch nicht wirklich ausgezahlt hat sich für Mercedes der Einsatz des neuen Auspuff-Systems, das beim Young-Drivers-Award kürzlich in Le Mans eine vielversprechende Premiere gefeiert hatte.

Nico Rosberg kam auf Rang acht, Rekordweltmeister Michael Schumacher auf Platz elf.

"Wir haben noch Arbeit vor uns und werden die Nacht nutzen, um anhand der Daten zu prüfen, wo es Potenzial zur Verbesserung gibt", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Hülkenberg Siebter

Nico Hülkenberg belegte im Force-India-Mercedes Rang sieben, Timo Glock kam im Marussia auf Platz 19.

In der WM-Wertung führt Alonso mit 179 Punkten vor Hamilton (142), dem Finnen Kimi Räikkönen (141), der am Freitag auf Rang zwölf kam, und Vettel (140).

Weiterlesen