Sergio Perez fuhr im Sauber zum zweiten Mal nach dem Malaysia-GP auf Platz zwei © getty

Sauber-Pilot Perez träumt nach seiner Fahrt auf Platz zwei von mehr. Mercedes ist zufrieden, Red Bull enttäuscht. Die Stimmen.

München - Sie nennen ihn "Speedy Gonzales".

Und Sergio Perez machte beim Italien-GP (Bericht) seinen Spitznamen alle Ehre: der mexikanische Sauber-Pilot schob sich in Monza ins Rampenlicht - trotz des Sieges von McLarens Lewis Hamilton.

Der 22-Jährige fuhr von Startplatz zwölf nach furiosem Schlussspurt noch auf den zweiten Rang. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

"Wir hatten die richtige Strategie", sagte Perez freudestrahlend nach seiner Fahrt aufs Podium. Im gleichen Atemzug träumte er zudem von einem baldigen Sauber-Sieg: "Wir haben viel Potenzial, da kann noch einiges kommen."

Auch bei den beiden Mercedes-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg herrschte nach den Plätzen sechs und sieben Zufriedenheit. ( 610180 DIASHOW: Bilder des Rennens )

Bei Red Bull herrschte nach dem Doppel-Ausfall dagegen Frust.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Italien-GP zusammen.

Lewis Hamilton (McLaren): Platz 1

"Es ist eine meiner großartigsten Erfahrungen meiner Formel-1-Karriere, in Monza zu gewinnen. Ich liebe diesen Ort einfach. Seitdem ich 13 Jahre alt bin komme ich nach Italien, um Rennen zu fahren, und ich liebe einfach die Kultur, das Essen und die Menschen. Seitdem ich in der Formel 1 gestartet bin, war Monza schon immer eines der Rennen, das ich gewinnen wollte. Das ist ein solch unglaublicher, historischer Kurs, und all die großartigen Rennfahrer haben wir gewonnen. Endlich meinen Namen auf diese Liste zu bringen, macht mich unglaublich stolz. Es war schön, einen entspannten Grand Prix ohne Probleme zu haben. Ich war den Großteil des Rennens für mich alleine unterwegs und habe einfach versucht, die anderen auf Distanz zu halten."

Sergio Perez (Sauber): Platz 2

"Wir hatten die richtige Strategie. Hier in Monza auf dem Podest zu stehen, vor all den Leuten - das ist etwas Besonderes. Vielen Dank an das Team. Ich denke, dass wir einen fantastischen Job gemacht haben. Es war vor allem schön auf einer Strecke zurückzuschlagen, auf der wir gar nicht damit gerechnet hatten, schnell zu sein. Wir müssen jetzt als Team konzentriert weiterarbeiten, wir sind alle sehr motiviert. Wir haben viel Potenzial, da kann noch einiges kommen."

Fernando Alonso (Ferrari): Platz 3

"Da ich nur vom zehnten Platz losgefahren bin, hatten wir ein schwieriges Rennen. Wir wussten aber: An diesem Wochenende hatten wir das schnellste Auto. Wir hatten die Geschwindigkeit, um wieder nach vorn zu gelangen. Am Ende lief es ja auch ganz gut."

Felipe Massa (Ferrari): Platz 4

"Ich hatte einen besseren Start. Ich konnte sogar an einem McLaren vorbeigehen. Später hatte ich aber Probleme mit meinen Reifen. Deswegen konnte Jenson wieder vorbei. Der Reifenverschleiß war heute das größte Problem. Wenn das nicht so schwierig gewesen wäre, hätten wir zumindest mit den McLaren kämpfen können. Das war aber nicht möglich."

Kimi Räikkönen (Lotus): Platz 5

"Es ist gut, dass wir auf die dritte Position in der Meisterschaft gekommen sind. Wir haben jedoch ein paar Punkte auf Fernando Alonso verloren, was nicht ideal ist. Es war ein schwieriges Wochenende, denn wir waren auf den Geraden zu langsam, was es sehr schwierig gemacht hat, alle anderen hinter uns zu halten." (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Michael Schumacher (Mercedes): Platz 6

"Hier sind wir deutlich stärker aufgetreten. Im Qualifying waren wir auf fünf und sieben, was für die Startaufstellung vier und sechs bedeutete. Im Rennen haben wir mehr oder weniger die Position halten können. Eine Runde mehr und ich wäre wieder auf meinem Platz gelandet. Noch eine Runde mehr und ich wäre Vierter geworden, wenn das Wörtchen 'wenn' nicht wäre. Wir haben uns definitiv verbessert. Das ist natürlich erfreulich."

Nico Rosberg (Mercedes): Platz 7

"Nach dem ersten Stopp ging es richtig ab. Mit dem zweiten Reifensatz ging die Post ab. Das hat dann auch Spaß gemacht. Das Auto war durch den Senna-Unfall ein bisschen krumm. Auf so einer Hochgeschwindigkeitsstrecke ist das nicht ganz ohne, aber okay. Dieses Wochenende war recht positiv für uns. Wir standen deutlich besser da als zuletzt."

Timo Glock (Marussia): Platz 17

"Ich hatte einen guten Start und kam gut durch die erste Ecke. In der zweiten Ecke ist mir dann leider Petrow vors Auto gefahren und hat meinen Frontflügel berührt. Er musste wohl auch jemandem ausweichen, weil vor ihm fast alle innen angebremst haben. Ich konnte ihm nicht ausweichen. Dabei hat er mir den Frontflügel kaputt gefahren. Ich musste dann früh an die Box. Ab diesem Zeitpunkt war das Rennen durch."

Nico Hülkenberg (Force India): Platz 21

"Es ist immer frustrierend, vom Ende zu starten. Ich wusste, dass es schwierig werden würde, mich durch das Feld zu arbeiten, selbst in einem schnellen Auto. Ich hatte im Rennen ein paar gute Zweikämpfe, so gesehen hat es Spaß gemacht, aber ich hatte von der ersten Runde an aufgrund eines langen Pedals mit meinen Bremsen zu kämpfen und verlor im Verlauf des Rennens mehr Bremswirkung."

Sebastian Vettel (Red Bull): Ausfall

"Ich bemerkte rund 300 Meter bevor ich das Auto abstellte ein Problem. Es war ein Problem mit der Lichtmaschine, ähnlich wie das, das wir Samstag hatten. Heute haben wir ein paar Punkte verloren, aber wir haben unser Bestes gegeben. Man konnte sehen, dass unsere Geschwindigkeit nicht so stark war wie jene der Führenden. Die Enttäuschung ist natürlich da, aber es geht weiter. Wir glauben weiter dran. An der Situation hat sich nichts geändert. Auch heute haben wir wieder gesehen, dass noch ganz viel passieren kann."

Christian Horner (Teamchef Red Bull):

"Es ist das erste Mal seit Korea 2010, dass wir im Rennen keine Punkte geholt haben. Am Auto von Sebastian war es erneut der Defekt an der Lichtmaschine. Wir müssen uns das anschauen und zusammen mit Renault arbeiten, um sicherzustellen, dass das nicht noch einmal passiert. Es hat uns schon einen Sieg in Valencia gekostet und nun in Monza hier erneut eine Zielankunft in den Punkten. Es ist wichtig, dass wir dies vor den verbleibenden sieben Rennen anschauen."

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