Michael Schumacher ist mit sieben Titel Rekordweltmeister in der Formel 1 © getty

Michael Schumacher hofft nach Startplatz vier in Monza auf mehr. Vettel sieht das Maximum erreicht, Alonso hadert. Quali-Stimmen.

Monza - Im Ferrari-Land glänzten am Ende die Chrompfeile.

Mit Lewis Hamilton und Jenson Button besetzen die beiden McLaren-Piloten die erste Reihe beim Italien-GP (Bericht).

"Es ist fantastisch für das Team, dass wir beide in der ersten Startreihe stehen", freute sich Button, der im letzten Rennen in Spa den Sieg geholt hatte.

Erfolgreicher als gedacht stehen auch die deutschen Fahrer da. (DATENCENTER: Das Quali-Ergebnis)

Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Nico Rosberg starten nach der Rückversetzung von Paul di Resta von den Plätzen vier bis sechs. ( 609903 DIASHOW: Bilder des Qualifyings )

Schumi, mit fünf Triumphen in Monza Rekordsieger, denkt dabei sogar ans Podium: "Monza hat sehr viel Historie und für mich auch viele Erinnerungen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Träumen soll aber noch erlaubt sein."

SPORT1 fasst die Quali-Stimmen aus Monza zusammen.

Lewis Hamilton (McLaren): Platz 1

"Es war bisher ein hartes Wochenende, doch wir leisteten klasse Arbeit am Setup. Ich muss dem Team gratulieren. Ich brachte in Q3 eine recht ordentliche Runde zustande, dachte aber nicht, dass sie reichen würde. Es ist toll für das Team, Jenson und mich so weit vorn zu haben."

Jenson Button (McLaren): Platz 2

"Es wird kein einfaches Rennen, obwohl wir beide von vorn starten. Es ist jedoch die beste Ausgangslage. Es ist fantastisch für das Team, dass wir beide in der ersten Startreihe stehen. Ich weiß gar nicht, ob das in diesem Jahr schon einmal einem anderen Team gelungen ist. Vielen Dank. In Q3 habe ich den Windschatten von Vettel genutzt, der überraschenderweise einen großen Unterschied ausgemacht hat."

Felipe Massa (Ferrari): Platz 3

"Ich muss mich einfach auf das Rennen konzentrieren. Es ist ein wichtiges Rennen für mich und für das Team. Darauf liegt der Fokus. Wenn du für Ferrari fährst, stehst du immer massiv unter Druck. Und wir fahren mit dem Gedanken an den Sieg in die Startaufstellung. Im Rennen wollen wir das Maximum erreichen. McLaren ist schnell. Und uns ist klar, wie unterschiedlich Qualifying und Rennen sind. Ich werde einfach tun, was ich kann."

Paul di Resta (Force India): Platz 4

"Wir hatten ja schon am Vormittag gezeigt, dass wir sogar in den Top 3 mitmischen können. Ich würde sagen, wir haben in Q3 erneut gute Arbeit geleistet. Die Regeln sind wie sie sind. Das musst du akzeptieren. Ich bin mir sicher, dass wir mal wieder eine Chance bekommen, von so weit vorne loszufahren. Wir nehmen es einfach Tag für Tag."

Michael Schumacher (Mercedes): Platz 5

"Ich denke, dass wir mit unserer Qualifying-Leistung zufrieden sein können, denn wir haben das gesamte Wochenende über eine konstante Leistung gezeigt. Unser Auto passt ganz klar zu dieser Strecke, besser als bei den vergangenen Rennen. Wir hatten auf dem Weg durch das Training ein paarmal Schluckauf. Unsere Jungs zuhause in der Fabrik und hier an der Strecke haben gute Arbeit geleistet, um die Probleme in den Griff zu bekommen, Kompliment an sie. Solide Punkte sollten für morgen ein realistisches Ziel sein. Es ist eines der besten Podien, was die Atmosphäre angeht. Man ist den Fans so nah. Monza hat sehr viel Historie und für mich auch viele Erinnerungen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Träumen soll aber noch erlaubt sein."

Sebastian Vettel (Red Bull): Platz 6

"Das Ergebnis war mehr oder weniger das Maximum. In der letzten Runde habe ich versucht, Windschatten zu erhalten. Dadurch habe ich mir auf den Geraden einen Gefallen getan, aber in den Kurven war es schwierig, weil ich nicht die Temperatur hatte, die ich gebraucht hätte. Alles in allem denke ich, dass das hier unser Limit ist - zumindest heute. Ich glaube, im Rennen sehen wir besser aus. Deswegen ist noch alles drin."

Nico Rosberg (Mercedes): Platz 7

"Es war schwierig, denn ich kämpfte mit der Balance. Je länger das Qualifying lief, umso schwieriger wurde es. Ich hatte Untersteuern. Es ist ein Wochenende, an dem wir ein recht gutes Auto haben. Deshalb ist es schade. Ein, zwei Plätze mehr wären drin gewesen. Unser Tempo ist im Rennen ja meist sehr gut. Deshalb sollte es möglich sein, gute Punkte zu holen."

Fernando Alonso (Ferrari): Platz 10

"Leider ist bei mir in Q3 am Auto etwas gebrochen, und wir hatten keine Zeit es zu reparieren. Wir wollten einfach wissen, ob wir vielleicht noch den einen oder anderen packen können. Leider war das nicht möglich, weil ich nicht die volle Performance des Autos abrufen konnte. Das ist extrem schade, denn es wäre wohl die einfachste Pole-Position des Jahres für uns geworden."

Timo Glock (Marussia): Platz 20

"Mit dem zweiten Reifensatz spürte ich sofort, dass der nötige Grip nicht vorhanden war. Die Traktion war schlecht und einen Windschatten gab es auch nicht. Wir sind recht nahe an Witali Petrow dran - das ist positiv. Negativ festhalten müssen wir, dass man mit dem zweiten Reifensatz sonst eigentlich immer schneller sein müsste. Das war ein bisschen frustrierend. Wir müssen die Daten analysieren und schauen woran es lag, damit wir im Rennen gut aufgestellt sind."

Nico Hülkenberg (Force India): Platz 24

"Das war für mich eine sehr kurze und enttäuschende Einheit. Ich war gerade dabei, meine erste gezeitete Runde im ersten Qualifying-Durchgang zu fahren, als ich plötzlich den Vortrieb verlor. Ich zog in der ersten Schikane zur Seite, und das Team sagte mir, dass ich das Auto ausschalten soll. Es ist schade, dass dies an einem Tag passiert ist, als das Auto so konkurrenzfähig aussah, aber das ist Rennsport. Es wird hart sein, morgen von so weit hinten zu starten, aber ich werde versuchen, Druck zu machen, sodass wir hoffentlich aus dem Rennen noch etwas machen können."

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