Michael Schumacher feierte bisher 91 Grand-Prix-Siege © getty

Die internationale Presse bemitleidet den Rekordchampion. Monaco-Sieger Mark Webber und "die Ameise" Fernando Alonso werden gefeiert.

München - Erst die Bestzeit im Qualifying, dann der vierte Ausfall im sechsten Rennen: Nach dem Monaco-Grand-Prix haben manche Medien Mitleid mit Michael Schumacher (BERICHT: Webber sorgt für Novum).

"Schumacher ist wieder einmal vom Schicksal bestraft worden", schreibt beispielsweise "Tuttosport".

Monte-Carlo-Sieger Mark Webber und Fernando Alonso, der die WM-Wertung anführt, werden derweil gefeiert.

"Alonso ist eine Ameise, die hier und dort Punkte einsammelt und jetzt an der Spitze steht", meint die Zeitung "Repubblica".

Und die "Gazzetta dello Sport" jubelt: "Webber ist einfach perfekt." ( 564949 DIASHOW: Bilder des Rennens )

SPORT1 fasst die Pressestimmen zum Monaco-Grand-Prix zusammen:

ENGLAND

Sun: "Mark nimmt die Bullen bei den Hörnern. Für McLaren war es ein weiteres Rennen zum Vergessen."

Daily Mail: "Alonso war stark, aber Vettel war noch besser. Der Regen kam erst ganz am Ende - zu spät für alle außer Webber."

Independent: "Hätte Vettel es geschafft, bis zum Regen draußen zu bleiben, hätte er den Sieg auf dem Silbertablett gehabt.

FRANKREICH

L'Equipe: "Mark Webber gewinnt ein Rennen ohne große Aufregung. Auch wenn die ersten sechs nur eine Taschentuchbreite auseinanderlagen, wird dieses Rennen nicht in Erinnerung bleiben - außer beim Australier."

SCHWEIZ

Blick: "Webber siegt - ein böser Schlag für Vettel. Sechstes Saisonrennen, sechster Saisonsieger, das gab es in der Formel 1 noch nie. Diese WM wird über Konstanz entschieden."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Mark II von Monte Carlo. Webber ist einfach perfekt, doch Alonso steht allein an der Spitze der WM. Ferrari verlässt das Fürstentum mit einem phantastischen Resultat und der Gewissheit, dass sich die Dinge von jetzt an immer besser entwickeln werden. Ferrari hat Alonso ein Auto zur Verfügung gestellt, das die Erwartungen übertrifft. Der Spanier hat seinen Boliden am besten genutzt, um wieder an die Spitze der WM zu gelangen.

Vettel glänzt, muss sich aber mit dem vierten Platz genügen. Armer Schumi, muss man sagen! Seine Saison ist verwunschen, das Glück zeigt ihm die kalte Schulter. Doch der siebenmalige WM-Sieger lässt sich nicht hängen und schaut schon in Richtung Kanada. Seine phantastische Pole Position wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, trotz der Herabstufung."

Corriere dello Sport: "Ferrari blüht auf, Webber feiert einen historischen Sieg. In sechs Rennen haben sechs verschiedene Piloten gewonnen, doch Alonso bleibt fest an der Spitze der F1. Vettel hat eine phantasiereiche Strategie versucht, doch er muss sich mit dem vierten Platz begnügen.

Schumi muss sich mit der vierten Panne der Saison auseinandersetzen. Für ihn dreht sich das Rad nicht in die richtige Richtung. Nach der Enttäuschung wegen der Pole Position muss sich Kaiser Schumi wieder mit einem Rückschlag begnügen. Das Team verspricht, dass so eine Panne nie wieder geschehen wird."

Tuttosport: "Alonsos Ehe mit Ferrari ist eine perfekt Symbiose. Der Spanier ist phantastisch beim Angriff auf die Rivalen und sehr wendig wenn es darum geht, den Vorsprung zu meistern. Schumacher ist wieder einmal vom Schicksal bestraft worden, das er mit seiner Rückkehr in die F1 herausgefordert hat. Doch seine Pole bleibt ein Meisterwerk."

Repubblica: "Alonso ist eine weiße Ameise, die hier und dort Punkte einsammelt und jetzt an der Spitze der WM ist. Vettel bleibt 46 Runden lang mit den selben Reifen unterwegs. Seine Wendigkeit erlaubt ihm, Hamilton und Massa unter Druck zu setzen. Schumacher zerstört seinen Erfolg mit der Pole Position vom Samstag."

Corriere della Sera: "In Monte Carlo siegt Webber, doch Alonso strahlt auf dem dritten Platz, denn er führt die WM an. Ferrari ist an der Spitze der WM, obwohl das Auto nicht das konkurrenzfähigste ist, es hat allerdings den Vorteil, zuverlässig und konstant zu sein. Jetzt ist es klar. Jeder Pilot hat das Recht auf einen Sieg. Der einzige, der mit keinem Erfolg rechnet, ist Schumi. Er ist der deprimierteste unter den F1-Piloten in Monte Carlo."

SPANIEN

Marca: "Alonso rennt vor den Stieren. Nach seinem dritten Platz in Monaco ist er WM-Führender vor den beiden Red Bulls, deren Atem er im Nacken spürt."

AS: "Sein Podium führt Fernando Alsonso auf die Pole Position. Nur Webber und Rosberg waren schneller. Alonso, hab Vertrauen!"

El Mundo Deportivo: "Webber gewinnt, aber Alonso ist alleiniger WM-Führender. Es war ein emotionsreicher Grand Prix in Monaco, in dem die Red Bulls das Rennen dominierten - und das unter der permanenten Bedrohung des Regens. Sowohl Alonso als auch Rosberg haben ein fantastisches Rennen absolviert. Webber konnte seine Nerven während des ganzen Rennens kontrollieren."

ÖSTERREICH

Kurier: "Red Bull hat zum dritten Mal in Folge den Prestige-Grand-Prix in Monaco gewonnen. Webber hingegen legte ein praktisch fehlerloses Rennen hin und verteidigte auf der Strecke seine Führung vom ersten bis zum letzten Meter. Vettel verlor seine WM-Führung an Alonso, obwohl er gegenüber dem verpatzten Qualifying gleich fünf Plätze gut machte und unmittelbar hinter dem Spanier Vierter wurde."

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