Sauber-Pilot Kamui Kobayashi gab 2009 sein Formel-1-Debüt bei Toyota © getty

Sauber-Pilot Kamui Kobayashi beteuert, bei der Kollision mit Grosjean keine Chance gehabt zu haben. Alonso denkt strategisch.

Monte Carlo - Am Ende kam es fast wie erwartet.

Mark Webber feierte in Monaco von der Pole-Position aus seinen ersten Saisonsieg (Rennbericht) im RB8.

Sebastian Vettel machte das Glück bei Red Bull perfekt und fuhr vom neunten noch auf den vierten Platz. (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

Dementsprechend gut war die Stimmung beim Weltmeister-Team. "Unglaublich, ein tolles Gefühl", sprudelte es aus dem australischen Sieger bei "Sky" heraus.

Für Turbulenzen sorgte der frühe Crash von Lotus-Pilot Romain Grosjean, der nicht nur Michael Schumacher touchierte. ( 564949 DIASHOW: Die Bilder des Rennens )

Besonders Kamui Kobayashi im Sauber erwischte es schwer und der Japaner musste das Rennen früh beenden.

"Mit einem Fahrrad wäre ich da vielleicht durchgekommen, aber für mein Auto war da einfach kein Platz mehr", beteuerte Kobayashi, dass er nicht hätte ausweichen können.

SPORT1 fasst die Stimmen nach dem Monaco-GP zusammen.

Mark Webber (Red Bull), Platz 1:

"Unglaublich, ein tolles Gefühl. Es war ein sehr interessantes Rennen. Es ging gleich zur Sache. Ich musste immer wieder auf Nico (Rosberg, d.Red.) aufpassen. Es ist ein klasse Tag für mich und das Team. Mein zweiter Sieg auf dieser Strecke. Fantastisch. Es war aber auch ein hartes Stück Arbeit."

Nico Rosberg (Mercedes), Platz 2:

"Das Wetter hat es sauschwierig gemacht, das Rennen war am Limit. Ich war überrascht, wie stark wir waren - nicht nur im Qualifying, sondern auch im Rennen. Über das Wochenende gesehen hatten wir das schnellste Auto. Schade, dass es nicht ganz perfekt gelaufen ist, aber ich bin natürlich mit dem zweiten Platz glücklich. Das ist toll bei einem von meinen zwei Heim-Grands-Prix."

Fernando Alonso (Ferrari), Platz 3:

"Unser Ziel war es, vor Sebastian (Vettel; Anm. d. Red.) und Lewis Hamilton anzukommen. Sie befanden sich in der Gesamtwertung auf einer Höhe mit uns. Rennen für Rennen musst du dich aber auf andere Fahrer konzentrieren. Als nächstes sollte man wohl Mark im Auge behalten. Es dürfte eine interessante Saison werden. Wir entwickeln die Autos weiter, doch gleichzeitig gibt es immer wieder Überraschungen. Du weißt nie, wer für die Pole-Position und den Sieg in Frage kommt."

Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 4:

"Wir haben unheimlich viel Boden gutmachen können. Wir haben auf Leute hinter uns auf den gleichen Reifen ungefähr vier bis fünf Sekunden rausgefahren, die aber 30 Runden weniger gefahren hatten. Das war sehr gut. Das hat uns unter dem Strich zwei oder drei Plätze gebracht. Die Reifen waren am Ende des ersten Abschnitts ziemlich hinüber. Mit ein bis zwei Runden mehr hätte man mal schauen können, auf der anderen Seite hätte man auch viel verlieren können, denn wir kamen mehr oder weniger mitten im Pack raus, direkt vor Lewis."

Lewis Hamilton (McLaren), Platz 5:

"Während des Rennens hatte ich in den langsamen Kurven zu kämpfen, aus diesem Grund musste ich auf meine Hinterreifen achten. Ich versuchte, sie so lange am Leben zu halten wie ich nur konnte, während ich gleichzeitig versuchte, mit der Geschwindigkeit der Jungs vor mir mitzuhalten, was schwierig war."

Nico Hülkenberg (Force India), Platz 8:

"Das war ein ziemlich chaotischer Start. Eine Menge Autos berührten sich, und ich hatte Glück, dass ich da durchkam. Denn ich musste Grosjean ausweichen, der sich in der Mitte der Strecke befand."

Kimi Räikkönen (Lotus), Platz 9:

"Der neunte Rang war das Beste, was wir heute erreichen konnten. Ich bin nicht von einer großartigen Position ins Rennen gestartet, und ich hatte während des Rennens ein paar Schwierigkeiten. Es war also nicht das einfachste Wochenende, aber zumindest haben wir einige Punkte geholt. Das ist besser als nichts, aber nicht genau das, was wir wollten."

Michael Schumacher (Mercedes), Ausfall:

"Es war einfach schade, dass ich das Rennen so beenden musste. Das Problem mit dem Benzindruck hatte allerdings nichts mit dem Vorfall am Start zu tun. Es war einfach doppelt bitter, denn ich hatte insgeheim auf einen Platz auf dem Podium gehofft. Insgesamt war es ein Wochenende, aus dem ich die Höhen mit nach Montreal nehme. Punktemäßig und resultatsmäßig ist es der schlechteste Saisonstart, den ich bisher erlebt habe. Und dennoch für mich der Beste, den ich bis jetzt gehabt habe, seit ich mit Mercedes zusammen bin, weil ich einfach das Gefühl habe, mit dem Auto mehr eins zu sein."

Kamui Kobayashi (Sauber), Ausfall:

"Ich hatte einen klasse Start. Ich kämpfte mit Sebastian Vettel und hätte vielleicht an ihm dranbleiben können, heute war wirklich ein gutes Ergebnis drin. Romain Grosjean rutschte erst auf die Innenseite der Strecke und kam dann plötzlich nach außen zurück. Ich versuchte, ihm auszuweichen, aber er stand wohl nicht auf der Bremse. Sein Auto traf mein Hinterrad und beschädigte die Aufhängung. Mit einem Fahrrad wäre ich da vielleicht durchgekommen, aber für mein Auto war da einfach kein Platz mehr."

Jenson Button (McLaren), Ausfall:

"Ich kämpfte eigentlich nicht mit Heikki Kovalainen. Wenn man sein Auto nur an die richtigen Stellen manövriert, kann man hier halt nicht überholen. Das tat er aber immer wieder. Und er kam gut aus den Kurven heraus. Dann ist es unmöglich. Das ist sehr frustrierend, aber gut. So ist es halt, auch wenn du in einem deutlich schnelleren Auto sitzt. Game over."

Norbert Haug (Mercedes Sportchef):

"Das war ein starkes Rennen von Nico und unserem Team. Wir hatten die Siegchance bis zur Zielflagge - aber Mark tat uns den Gefallen nicht, einen Fehler zu machen und verdient deshalb seinen Sieg."

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