Sebastian Vettel wurde im Red Bull 2010 und 2011 Weltmeister © getty

Der Weltmeister motzt nach seiner verpatzten Quali in Monaco. Der abgeschlagene Timo Glock scherzt. Mercedes ist glücklich.

Monte Carlo - Der Altmeister jubelte, der Weltmeister war stinksauer.

Die Reaktionen von Michael Schumacher und Sebastian Vettel nach Schumis Triumph bei der Quali zum Monaco-GP (So., ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) hätten unterschiedlicher nicht sein können.

"Fantastisch" und "glücklich" waren die häufigsten Vokabeln im Wortschatz des Mercedes-Piloten nach seiner schnellsten Runde im Fürstentum. (DATENCENTER: Das Quali-Ergebnis)

Daran änderte auch seine Strafe nach dem Barcelona-GP nichts, die Schumacher auf den sechsten Platz zurückversetzte und Red-Bull-Pilot Mark Webber auf die Spitzenposition hievte.

Vettel bedient - Glock scherzt

Webbers Teamkollege Vettel war nach seinem enttäuschenden neunten Startplatz dagegen bedient. ( 564631 DIASHOW: Bilder der Quali )

"Ich hoppele hier rum wie ein Kaninchen!", beschwerte sich der Weltmeister per Boxenfunk über die mangelnde Bodenhaftung seines RB8. Timo Glock scherzte trotz Rang 20.

SPORT1 fast die Reaktionen nach der Monaco-Quali zusammen.

Michael Schumacher (Mercedes): Platz 1

"Ich bin sehr glücklich, seit langem mal wieder auf der Pole Position zu sein. Es ist die erste meines zweiten Karriereabschnitts, und das fühlt sich fantastisch an. Dicken, dicken Kuss an meine Frau. Es hat etwas länger gedauert, als ich es mir vorgestellt habe. Aber Mercedes hat mir auch in Zeiten, wo es nicht so einfach war, den Rücken gestärkt und jetzt ein Paket, mit dem solche Erfolge möglich sind. Ich hoffe, dass wir am Sonntag noch was folgen lassen können. Und so oder so macht dieses Ergebnis uns zuversichtlich für den Rest der Saison."

Mark Webber (Red Bull): Platz 2

"Heute ist Michaels Tag, er hat eine großartige Runde gefahren. Aber auch wir sind gut drauf und werden morgen ein gutes Rennen fahren. Es ist ganz sicher von Vorteil, ganz vorn zu starten."

Nico Rosberg (Mercedes): Platz 3

"Es tut mir leid für Michael, dass er diese Strafe bekommt. Aber das bedeutet, dass ich aus der ersten Reihe startet kann. In einem Rennen, wo das Überholen so schwer ist, ist das eine klasse Startposition."

Lewis Hamilton (McLaren): Platz 5

"Ich habe Glück, dass ich dank der Strafe gegen Michael Schumacher eine Position weiter nach vorne komme, aber wir hatten heute etwas zu kämpfen gehabt, besonders an den sehr langsamen Stellen. Es war schwierig, die Reifen auf den Punkt zu bekommen, sodass sie uns die notwendige Haftung bieten.Wenn ich einen guten Start hinbekomme, werden wir uns sicherlich in der Position befinden, um den Sieg zu kämpfen. In Monaco kann alles passieren und ich werde morgen alles geben."

Sebastian Vettel (Red Bull): Platz 10

"Ich hoppele hier rum wie ein Kaninchen! Wir haben vom Morgen zum Nachmittag was das Auto angeht einen Schritt zurück gemacht. Wir hatten uns versprochen, dass es besser geht. Natürlich stinkt mir das jetzt, aber wir waren überzeugt, dass es passt."

Nico Hülkenberg (Force India): Platz 11

"Ich bin glücklich mit meiner Position und hoffe, dass wir ein paar Punkte mitnehmen können. In Monaco macht es immer viel Spaß, weil es eine sehr spezielle Strecke ist."

Jenson Button (McLaren): Platz 13

"Heute Nachmittag hatte ich nicht die notwendige Geschwindigkeit. Das Auto hat sich heute Morgen gut angefühlt, aber wir konnten die Leistung nicht umsetzen, als es zählte. Das ist seltsam, denn an bestimmten Punkten des Wochenendes, selbst heute Vormittag im 3. Freien Training, fühlte sich das Auto gut an, und ich war sehr glücklich."

Timo Glock (Marussia): Platz 20

"Morgen ist das Rennen. Morgen wird das Podium und der Sieg unter uns ausgemacht, da zählt es. Ich spare mir Reifen, und dann rolle ich das Feld von hinten auf. Ich habe nämlich aufs Rennen gesetzt, dass ich das gewinne. Deswegen tut es mir Leid für Sebastian. Ich werde morgen gewinnen und dafür noch ein bisschen Taschengeld mit nach Hause nehmen."

Norbert Haug (Mercedes-Sportchef):

"Eine phänomenale Leistung von Michael. Als es darauf ankam, war er der schnellste Fahrer auf der Strecke und er verdient dieses Resultat. Im Team haben wir nie an Michael gezweifelt und das hat sich nun bezahlt gemacht."

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