Mark Webber steht erstmals seit 2009 in Barcelona nicht auf der Pole-Position © getty

Die Red-Bull-Piloten sind im Qualifying zum Spanien-GP die Verlierer - und reden nicht um den heißen Bei herum. Stimmen.

Barcelona - Das Qualifying zum Großen Preis von Spanien war das Spiegelbild der bisherigen Saison.

In Barcelona führte der Faktor Reifen zu einem wahren Pokerspiel - und zu einer überraschenden Startaufstellung (DATENCENTER: Das Qualifying-Ergebnis).

Der goße Gewinner der Qualifikation war Pastor Maldonado, der zunächst die zweitbeste Zeit fuhr und nach der Strafversetzung von Lewis Hamilton wegen Benzinmangels am Sonntag sogar von der Pole-Position startet.

Red-Bull-Piloten erklären Pleite

Die Red-Bull-Piloten gehörten dagegen zu den enttäuschten Verlierern. Während Sebastian Vettel die fehlgeschlagene Taktik ausführlich erläuterte, erklärte sein Teamkollege Mark Webber die Pleite sehr anschaulich.

SPORT1 hat die Stimmen zum Qualifying in Barcelona zusammengestellt:

Pastor Maldonado (Williams), Startplatz 1:

"Ich sitze zum ersten Mal in einer Top-3-Pressekonferenz Wir haben am Jahresanfang hart gearbeitet, um diese Reifen zu verstehen und unser Auto um die Reifen herum zu entwickeln. Für dieses Rennen ist uns ein guter Schritt gelungen. Das Auto scheint sehr konstant zu sein, vor allem im Renntrimm. Daher freue ich mich schon auf morgen."

Fernando Alonso (Ferrari), Startplatz 2:

"Wir hätten in den ersten vier Rennen nicht einmal zu träumen gewagt, in die Top 3 zu fahren. Dieses Ergebnis ist also ein Schritt nach vorne. Wie groß? Keine Ahnung, denn Platz drei schmeichelt uns momentan, wenn man ehrlich ist. Die Runde war perfekt. Ich glaube, selbst wenn ich 100 Reifensätze hätte, würde mir so eine Zeit nicht mehr gelingen."

Nico Rosberg (Mercedes), Startplatz 6:

"Die Reifen haben schon innerhalb von einer Runde abgebaut. Wenn man zu aggressiv fährt oder kein richtiges Setup hat, überhitzen die Reifen sofort. So kommt es zustande, dass ein Williams in Q2 sieben Zehntel schneller ist als ich, obwohl ich mit frischen Reifen eine saubere Runde erwischt hatte." (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Sebastian Vettel (Red Bull), Startplatz 7:

"Wenn alle im dritten Qualifying die Ziellinie überqueren, aber dann keine Rundenzeit absolvieren, steht derjenige auf der Pole, der die Ziellinie zuerst überquert. Das ist uns gelungen. Aber es hat leider keiner mitgemacht bei dem kleinen Rennen. Für uns war zum Schluss dann nur noch Nico Rosberg in Reichweite. Er hat eine ziemlich starke Runde gehabt mit seinen gebrauchten Reifen. Wir hatten auch keinen neuen Reifensatz mehr. Hätten wir den Speed im Auto gehabt, um wirklich ganz vorne mitzufahren, dann hätten wir nicht taktieren müssen."

Michael Schumacher (Mercedes), Startplatz 8:

"Für uns war einfach nicht mehr drin. Das muss man akzeptieren. Im Qualifying, bisher unsere Stärke, sind wir etwas ins Hintertreffen geraten. Mir war wichtig, eher von Platz neun als von Platz acht zu starten (, weil auf dieser Seite die Strecke sauberer ist, Anm. d. Red.). Das ist aufgegangen."

Jenson Button (McLaren), Startplatz 10:

"Ich hatte den ganzen Tag Probleme mit der Balance. Gestern waren wir auf den weichen Reifen die Schnellsten. Ich habe am Auto nicht viel verändert, aber die Balance machte Probleme. Ich weiß nicht, warum das so war. Beim letzten Versuch hatte ich viel Untersteuern. Jetzt bin ich in Q2 ausgeschieden. Das ist nicht gerade hilfreich, zumal ich keinen einzigen frischen Satz weicher Reifen mehr übrig habe."

Mark Webber (Red Bull), Startplatz 11:

"Ich bin doch sehr überrascht. Wir hatten gedacht, dass die Zeit reicht und wir nicht mehr rauszufahren bräuchten. Dann sind wir aber mit heruntergelassener Hose erwischt worden. Am Schluss war ich dann einfach draußen, obwohl die Runde ganz gut war."

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