Vettel schied in Monaco bereits nach wenigen Runden aus © getty

Trotz 77 Punkten Rückstand auf den WM-Führenden Nico Rosberg (Mercedes) gibt Titelverteidiger Sebastian Vettel den Kampf um die diesjährige Formel-1-Krone noch nicht auf.

"Solange mathematisch noch alles möglich ist, kämpfe ich weiter. Ich denke von Rennen zu Rennen, und mein Blick ist nach vorn gerichtet", sagte der 26-Jährige am Dienstag der "Sport Bild".

Beim Großen Preis von Monaco am vergangenen Wochenende hatten erneute technische Probleme an seinem Boliden den Heppenheimer gestoppt.

"In Kanada müssen wir schauen, dass wir einen weiteren Schritt nach vorn machen. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg, auch wenn es manchmal noch holpert", sagte der Red-Bull-Pilot weiter.

Vettel räumte mit dem Gerücht auf, dass er nach dem zweiten Ausfall der Saison ausgerastet sei.

"Ich habe gehört, ich soll meinen Helm in die Ecke geschmissen und gesagt haben, sie sollen das Auto endlich auf Vordermann bringen, so könne es nicht weitergehen. Woher das kommt? Keine Ahnung!", sagte Vettel. Er sei eher der Typ, der konstruktiv nach Lösungen suche.

Am Rande des PR-Termins am Red-Bull-Ring in Spielberg saß Vettel am Dienstag dann noch am Steuer eines Ferrari-Boliden.

Nach der Fahrt mit Gerhard Bergers Wagen von 1988 war der viermalige Weltmeister begeistert: "Ich musste mich zwar erst wieder ans Schalten und Kuppeln gewöhnen. So viel hatte ich lange nicht mehr im Cockpit zu tun." Das Auto sei "gigantisch, völlig anders als heute mit extrem viel Kraft".

Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko kokettierte anschließend mit den Gerüchten, Vettel könne zu den Italienern abwandern: "Sie können unsere Freunde in Maranello ruhig wissen lassen, dass Sebastian bei uns längst Ferrari fährt."

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