Sebastian Vettel gewann in der Formel 1 als zweiter Deutscher die Weltmeisterschaft © getty

Weltmeister Sebastian Vettel hat einen denkbar schlechten Start ins Rennwochenende erwischt.

Im ersten freien Training zum Großen Preis von Spanien in Barcelona blieb der Heppenheimer in seinem Red Bull RB10 nach nur vier Runden mit einem technischen Defekt auf der Strecke liegen und musste abgeschleppt werden.

Zum zweiten Training am Freitagnachmittag konnte Vettel daraufhin nicht mehr antreten und musste mit ansehen, wie WM-Favorit Lewis Hamilton (England/Mercedes) in 1:25,524 Minuten die mit Abstand beste Zeit des Tages hinlegte.

"Wegen eines elektrischen Problems, bei dem ein Kabelbaum beschädigt wurde, kann Sebastian nicht am zweiten Training teilnehmen", hatte Red Bull schon am Mittag getwittert. Das Team werde die Zeit nutzen, das Auto für das dritte Training am Samstagmorgen zu reparieren, hieß es weiter.

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23SpanishGP"]

Vettel griff, nachdem er seine "Suzie" zusammen mit den Streckenposten an den Rand geschoben hatte, persönlich zum Feuerlöscher, um für Abkühlung bei seinem Boliden zu sorgen. Anschließend wurde er auf einem Motorroller zurück in die Boxengasse gefahren.

Laut Teamchef Christian Horner war die gesamte Elektrik an Vettels Wagen ausgefallen und verhinderte eine Rückkehr auf die Strecke.

"Die Stromversorgung wurde unterbrochen, es ist simpler Effekt mit großer Wirkung", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko bei "Sky" in einer ersten Reaktion und hoffte noch: "Bis zum nächsten Training ist das behoben. Es wurde ein Kabel gewechselt, wir müssen hoffen, dass es keine Folgeschäden an irgendwelchen Aggregaten gibt."

Er sollte sich irren.

Der dreimalige Saisonsieger Hamilton unterstrich derweil die derzeitige Dominanz der Silberpfeile und drehte in 1:25,524 Minuten die mit Abstand schnellste Runde am Freitag.

"Ich hatte schon lange nicht mehr so einen guten Freitag", sagte Hamilton: "Weil es so schwer ist, auf diesem Kurs zu überholen, wollen wir im Qualifying natürlich soweit vorne wie möglich landen."

WM-Spitzenreiter Nico Rosberg (1:25,973), der im zweiten Silberpfeil noch am Vormittag Probleme mit der Kühlung des ERS hatte, folgte mit mehr als vier Zehnteln Rückstand auf Rang zwei.

Vettels Teamkollege Daniel Ricciardo (Australien/1:26,509) fuhr auf den dritten Platz, lag allerdings bereits mehr als eine Sekunde hinter Hamilton.

Die Ferrari-Piloten Fernando Alonso (Spanien/1:27, 121) und Kimi Räikkönen (Finnland/1:27,296) folgten auf den Plätzen vier und fünf. Nico Hülkenberg (1:28,074) wurde im Force India Elfter, Sauber-Fahrer Adrian Sutil (1:28,284) kam auf den 13. Platz.

Hier gibt es alles zur Formel 1

Weiterlesen