Michael Schumacher wurde sieben Mal Formel-1-Weltmeister © getty

Große Sorge um Michael Schumacher:

Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister ist fünf Tage vor seinem 45. Geburtstag am 3. Januar im französischen Meribel beim Skilaufen schwer gestürzt und hat Kopfverletzungen erlitten. Das bestätigte Schumachers Managerin Sabine Kehm auf "SID"-Anfrage.

Im offiziellen Bericht der zuständigen Polizeibehörde ist von einem "technischen Fehler" als Unfallursache die Rede.

"Michael ist bei einem privaten Skitrip in den französischen Alpen auf den Kopf gestürzt. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und wird medizinisch professionell versorgt", heißt es in der Stellungnahme von Sabine Kehm wörtlich:

"Wir bitten um Verständnis, dass wir über seinen Gesundheitszustand keine fortlaufenden Informationen abgeben können. Er trug einen Helm und war nicht allein."

Die Polizei und die Bergwacht teilten am Sonntagnachmittag mit, der Unfall habe sich zwischen 11.00 und 11.15 Uhr am 2783 m hohen Saulire an einer Kreuzung der beiden Pisten Chamois (rot) und Biche (blau) ereignet.

Um 11.53 Uhr sei Schumacher ins Krankenhaus nach Albertville-Moutiers geflogen und von dort um 12.45 Uhr in die Klinik nach Grenoble verlegt worden, da seine Verletzungen gravierender als zunächst angenommen seien.

In der Uniklinik in Grenoble, von der Polizei umgehend abgeriegelt, wurde eine MRT-Aufnahme von Schumachers Gehirn erstellt. Zudem soll nach Informationen der Regionalzeitung "Le Dauphine" ein Gehirnchirurg aus Paris eingefahren worden sein.

Dabei handelt es sich um Professor Gerard Saillant. Für den weiteren Verlauf des Sonntags hatte die Klinik eine Pressekonferenz angekündigt.

"Schumacher ist um 11.07 Uhr gestürzt und dabei gegen einen Felsen geprallt", berichtete Christophe Gernignon-Lecomte, Direktor der Skistation Meribel. Zwei Bergretter seien "zwei oder drei Minuten später" vor Ort gewesen und hätten umgehend den Rettungshubschrauber angefordert. Das Ganze habe weniger als 15 Minuten gedauert.

Während Schumacher noch im Krankenhaus von Albertville-Moutiers untersucht wurde, nahmen Polizei und Bergwacht vor Ort ihre Ermittlungen auf. Nach ersten Erkenntnissen gab es keinen Zusammenstoß mit einem anderen Skifahrer.

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