Sebastian Vettel (26) kann sich am Sonntag in Indien zum vierten Mal in Serie zum Formel-1-Weltmeister krönen. Die Ausgangslage im Titelkampf ist eindeutig. Nach fünf Rennsiegen in Folge und dem neunten der Saison hat Vettel 297 Punkte auf dem Konto.

Nach dem Triumph in Japan gibt damit es auch theoretisch nur noch einen Verfolger. Ferrari-Star Fernando Alonso (Spanien/207) liegt allerdings schon 90 Punkte hinter dem Heppenheimer zurück.

Bleibt Vettel beim Rennen vor den Toren Neu Delhis vor Alonso, ist er wieder Weltmeister. Dem Red-Bull-Piloten würde beim 16. von 19 Rennen aber auch ein fünfter Platz in jedem Fall zum vorzeitigen Titelgewinn reichen.

Selbst wenn Vettel in Indien nicht in die Punkte fährt, müsste Alonso schon mindestens Zweiter werden, um die Entscheidung noch einmal aufzuschieben.

Doch mit Rechenspielen hält sich Vettel nach eigener Aussage nicht auf. "Ich überlege nicht wirklich, wo wir landen müssen, was Andere machen müssen, damit wir den Titel holen", sagt er.

Vettel, der bisher in Indien immer gewonnen hat, will einfach weiter siegen: "Bisher lief für uns in Indien alles perfekt. Der Pokal am Ende des Rennens ist auch immer sehr schön, es wäre also großartig, auch dieses Jahr wieder einen in den Händen zu halten."

Vettel wäre der mit Abstand jüngste Vierfach-Champion der Geschichte - Michael Schumacher war bei seinem vierten Titel bereits 32 Jahre alt.

Bisher konnten überhaupt erst drei Fahrer vier oder mehr WM-Titel in der Formel 1 gewinnen: Rekordweltmeister Schumacher (sieben Titel), Juan Manuel Fangio (fünf) und Alain Prost (vier).

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