Ein Cockpit für die neue Saison hat Nico Hülkenberg noch nicht, dabei gilt der 26-Jährige als einer der talentiertesten Fahrer im Feld.

Beim Großen Preis von Südkorea wurde der Emmericher seinem Ruf auf beeindruckende Weise gerecht - und bewarb sich mit Nachdruck um einen Job für 2014.

Im unterlegenen Sauber-Boliden fuhr Hülkenberg auf einen hervorragenden vierten Rang, das bisher stärkste Ergebnis für den Schweizer Traditionsrennstall in einer enttäuschenden Saison.

"Das war eines meiner besten Rennen, ein kleines Meisterstück", sagte der Rheinländer, der dem finanziell angeschlagenen Team endlich einmal positive Schagzeilen bescherte.

"Nico hat eine herausragende Leistung gezeigt und einmal mehr einen unglaublichen Kampfgeist bewiesen", sagte Teamchefin Monisha Kaltenborn: "Es war sicher nicht leicht für ihn, die starken Konkurrenten hinter sich zu lassen."

Das waren unter anderem die beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg sowie Vizeweltmeister Fernando Alonso im Ferrari - allesamt mit überlegenem Material ausgestattet.

"Das lag auch an unserem neuen Verständnis für das Auto, das immer besser wird. Mein Tempo war unglaublich, ich bin sehr zufrieden", sagte Hülkenberg.

Viel wird Sauber wohl nicht mehr von dem Rheinländer haben, nach der Saison dürfte er die Schweizer verlassen.

Die besten Aussichten für 2014 werden Hülkenberg auf einen Platz bei Lotus eingeräumt - seine Chancen sind am Sonntag nicht gesunken.

Zunächst möchte Hülkenberg aber nicht weiter als bis zum nächsten Rennen in Suzuka denken, schon am Sonntag geht es dort weiter. "Ich werde in den nächsten Tagen ein bisschen die Seele baumeln lassen", sagt er: "Und mich dann auf Japan fokussieren."

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