Die internationale Presse hat Sebastian Vettel nach seinem Sieg in Belgien in den Himmel gelobt und sieht den vierten WM-Titel des Heppenheimers nur noch als Formsache an.

SPORT1 gibt einen Überblick über die internationalen Pressestimmen:

SPANIEN:

Marca: "Aufholjagd und Riesenrennen von Alonso - doch Vettel stellt ihn in den Schatten. Es war vielleicht das beste Rennen Alonsos in seiner Formel-1-Karriere, trotzdem setzt sich Vettel auf 46 Punkte ab."

AS: "Es war ein Zeitfahren zwischen Vettel und Alonso. Ferrari hat sich verbessert, doch sie müssen noch besser werden: Alonso braucht einen besseren Wagen, um Vettel zu schlagen - den neuen Platinblonden."

Sport: "Nur Vettel konnte einen großen Alonso ausbremsen. Der deutsche Pilot hat den Großen Preis von Belgien mit totaler Autorität dominiert."

El Mundo Deportivo: "Alonso holt auf, aber Vettel ist unerreichbar. Obwohl Ferrari sich verbessert präsentierte, hat Vettel weiterhin alles unter Kontrolle. Im Kampf um den Titel hat er nun zwei Siege "Spielraum".

ITALIEN:

Gazzetta dello Sport: "Vettel dominiert das Rennen von Anfang bis zum Ende, er hat den WM-Titel schon in der Tasche. Sebastian ist unerreichbar, doch auch Alonso war einfach perfekt. Er wollte den Fehler des Samstags löschen und beweisen, dass er, was Konzentration und Entschlossenheit angeht, der Beste ist. Es ist ihm mit einer wunderbaren Aufholjagd gelungen. Das ist auch einem Auto zu verdanken, das endlich Alonsos Erwartungen entspricht. Man kann jetzt nur auf eine gute Leistung in Monza hoffen."

Corriere dello Sport: "Vettel bleibt unerreichbar, unbesiegbar in seinem Red Bull, bei dem man keine Fehler finden kann. Alonso glänzt mit einer Leistung, die einen Oscar verdient. Bis zum Schluss kämpft er ohne Pause und fährt vom neunten auf den zweiten Platz."

Tuttosport: "Alonso schafft den zweiten Platz, doch Vettel ist weit entfernt. Nachdem er Hamilton in der Anfangsphase des Rennens überholt hatte, dominierte Sebastian problemlos. Seine Techniker müssen ihn wach halten aus Angst, er könnte die Konzentration verlieren. Alonso gibt alles, mit einem exzellenten Start und wütenden Überholmanövern in der Startphase. Nicht alles ist verloren, doch für Ferrari wird es schwierig, Vettel einzuholen".

Repubblica: "Vettel lässt den Rivalen keine Chance. Ein Pilot, der ein Rennen so bestreitet, kann nur ein Phänomen sein. Mit seinen 26 Jahren hat er bereits 31 Rennen gewonnen, sowie Mansell, nur zehn weniger als Senna. Das Komplizierteste für ihn war, aus dem Auto auszusteigen, um mit dem Team zu feiern. Alonso beweist wieder einmal, dass er ein Kämpfer ist. Er schafft es vom neunten auf den zweiten Platz und bleibt im Rennen um den Titel".

Corriere della Sera: "Es gibt keine Worte, um die Überlegenheit Vettels und seines Autos zu beschreiben. Vettel ist auf dem Weg, alle Rekorde Michael Schumachers zu brechen. Niemand hat die Fähigkeit, seiner Geschwindigkeit Stand zu halten. Der Einzige, der Schritt hält, ist Alonso. Sein zweiter Platz gibt Ferrari Hoffnung."

ENGLAND:

Daily Mail: "Vettel schafft Klarheit: Die britischen Hoffnungen werden zertrümmert, der Red-Bull-Meister kann seinen vierten Titel bereits fühlen. Nach einem Qualifying, dass für das britische Quartett so viel versprach, gehörte das Rennen ganz Vettel. Der Deutsche vergoss Champagner auf dem Podium, als ob die Party zu seinem vierten WM-Titel schon begonnen."

The Guardian: "Vettel stärkt seine Position. Wie ausgelassen der Deutsche auf dem Podium den Champagner verspritzte, war ungewöhnlich für ihn - er fühlte wohl, dass er den nächsten WM-Titel fast sicher hat. Lewis Hamilton hat dagegen kaum noch Hoffnung. Er sah am Ende ein wenig verloren aus.

The Telegraph: "Für die Weltmeisterschaft wäre es vielleicht besser gewesen, wenn die Greenpeace-Aktivisten für einen Rennabbruch in Spa gesorgt hätten. Nur auf diese Weise, hätte man Sebastian Vettel wohl stoppen können. Regen, normalerweise so verlässlich in Belgien, wurde nicht zu einer Herausforderung - ebenso wenig wie die Konkurrenten. Auch im Titelkampf dürfte Vettel als letzter Lachen."

FRANKREICH:

L'Equipe: "Vettel kontrolliert Alle. Langsam aber sicher stirbt die Spannung. Ob es den Befürwortern eines sehr hart umkämpften Titels und einer homogenen Meisterschaft gefällt oder nicht, Sebastian Vettel hat noch einmal die Konkurrenz niedergeschmettert. Sicher, die Saison ist noch lang. Aber wenn ein Fahrer seiner Klasse so sehr mit seinem Auto harmoniert, dann wird es schwierig."

Le Monde: "Sebastian Vettel deklassiert die Konkurrenz. Auch dank eines fantastischen Autos ist er seinem vierten Titel einen großen Schritt näher gekommen. Alonso minimiert den Schaden, er bekommt beim Heimrennen in Monza die Chance zur Revanche."

ÖSTERREICH:

Kurier: "Sonntagsfahrt für Sebastian Vettel in Spa. Im Vorfeld hatten alle vom Wetter gesprochen. Doch der Regen spielte beim ersten Grand Prix nach der Sommerpause wider Erwarten keine Rolle. Stattdessen fuhr Vettel in Spa-Francorchamps ungestört zum 31. Sieg seiner Karriere - mit beeindruckenden 17 Sekunden Vorsprung."

SCHWEIZ:

Neue Zürcher Zeitung: "Die Leichtigkeit des echten Champions. Wer soll Formel-1-Weltmeister Vettel ernsthaft herausfordern? Am ehesten der Dauerrivale Alonso. Zwar scheinen die sich abwechselnden Jäger immer wieder in Sichtweite des dreimaligen Weltmeisters Vettel zu manövrieren. Aber dauerhaft richtig heranzukommen vermochte bisher keiner."

Blick: "'Heino' Vettel ist in Spa nicht zu stoppen! Der große Sieger im elfteb WM-Lauf heißt Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Star fährt seinen insgesamt 31. GP-Sieg ein. Damit zieht er mit F1-Legende Nigel Mansell gleich und baut seine Führung im Gesamtklassement weiter aus. Ansonsten bietet der GP Belgien trotz der imposanten Teufelssenke 'Eau Rouge' nur wenig Spektakel."

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