Die Hoffnungen von Adrian Sutil auf eine Rückkehr in die Formel 1 sind gestiegen.

Der 30-Jährige nimmt in dieser Woche bei den Testfahrten in Barcelona im Boliden seines früheren Teams Force India Platz.

Sutil kämpft mit Jules Bianchi um das zweite Cockpit. Der Franzose war bereits im vergangenen Jahr für den Rennstall des schillernden Milliardärs Vijay Mallya aus Indien als Testfahrer unterwegs.

Als einziger Stammfahrer steht der Schotte Paul di Resta fest.

Laut Force India sind die Tests nicht für die Entscheidung zwischen Sutil und Bianchi ausschlaggebend. "Es ist keine Ausscheidung. Zwei Fahrer helfen dem Team bei den Testfahrten. Das ist alles", sagte ein Force-India-Sprecher der Nachrichtenagentur "Reuters".

Di Resta wird am Dienstag und Mittwoch den VJM06 fahren, Donnerstag ist Sutil an der Reihe.

Freitag erhält Bianchi eine weitere Bewährungschance. Der 23-Jährige hatte in der Vorbereitung bereits in Jerez überzeugt.

Sutil war zuletzt im Werk in Silverstone ein Sitz für den neuen Wagen angepasst worden. Jetzt darf ihn der Gräfelfinger ausprobieren. Sutils Leistungen werden aber wohl nicht allein den Ausschlag über die Vergabe des offenen Cockpits geben. Das indische Team sucht auf alle Fälle einen Fahrer, der genügend Sponsoren-Gelder mitbringt.

Mallya, dem die Kingfisher Airline gehört und der Mitbesitzer von Force India, die Sahara Group, sollen in erheblichen finanziellen Nöten stecken. Bereits in den vergangenen Jahren kamen immer wieder Gerüchte auf, dass Force India vor dem Aus stünde. Nach einem Jahr im Force India wechselte Nico Hülkenberg zur Saison 2013 zu Sauber.

Sutil war 2007 beim Force-India-Vorgängerteam Spyker in die Formel 1 eingestiegen und hat somit praktisch seine gesamte Karriere bei diesem Team verbracht. Im Vorjahr hatte der vorherige Ersatzfahrer Hülkenberg den seinerzeit wegen Körperverletzung angeklagten und letztlich zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilten Sutil abgelöst.

2012 fungierte dieser dann als TV-Experte, nun erhält er eine zweite Chance.

Weiterlesen