Nico Hülkenberg sprach nach den ersten 30 Führungsrunden seiner Formel-1-Karriere von einem "Mega-Rennen" in Sao Paulo, doch der Zorn von Ex-Weltmeister Lewis Hamilton traf ihn heftig.

"So etwas passiert, wenn man gegen weniger erfahrene Piloten kämpfen muss", schimpfte Hamilton, der schon zum dritten Mal 2012 in Führend liegend ausschied: "Er hat durch einen Fehler mein Rennen ruiniert, und dann hat der Kerl sich nicht einmal entschuldigt."

Hülkenberg hatte Hamilton beim Versuch der Rückeroberung von Platz eins gerammt und dafür eine Durchfahrtsstrafe kassiert.

Diese sei "durchaus nachvollziehbar" räumte der 25-Jährige ein, der in seinem letzten Rennen vor dem Wechsel von Force India zu Sauber am Sieg geschnuppert hatte - am Ort seiner Sensations-Pole 2010.

"Es hat Spaß gemacht, und ich bin stolz auf die Leistung. Und Platz fünf ist kein schlechtes Ergebnis", sagte er: "Natürlich denkt man an den Sieg. Und wenn man in Führung liegt, hat man auch eine Chance", sagte er: "Aber ich habe immer gebetet, dass es keinen Regen und keinen Safety-Car-Phase gibt. Und dann kam eben beides."

In dem Rennen habe er in jedem Fall "einiges gelernt, was mir in Zukunft sehr helfen wird. Meine ersten Führungskilometer, mein Kampf mit den Top-Fahrern - das bringt mich schon weiter. Der Unfall mit Lewis bleibt als Makel, es war nicht perfekt, aber ich bin dennoch zufrieden."

Force-India-Sportdirektor Robert Fernley sah Hülkenberg dagegen um den Sieg betrogen. Die Safety-Car-Phase, durch die Hülkenberg und Jenson Button ihren rund 50 Sekunden großen Vorsprung einbüßten, sei nicht gerechtfertigt gewesen.

"Man muss die Frage stellen, ob das Safety Car wirklich sein musste", meinte der Brite: "Die Trümmerteile hätten man auch mit geschwenkten Flaggen einsammeln können. Sind wir hier bei der NSACAR oder bei der Formel 1? Ich glaube, das Safety-Car kam eher aus Showgründen als aus Gründen der Sicherheit."

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