Weltmeister Sebastian Vettel hat nach der Frage zur "Charisma-Kritik" von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone kurzzeitig das neue Fluchverbot in der Formel 1 vergessen, seinen Fehler aber charmant korrigiert.

Zunächst wollte er sagen, dass der 82-Jährige seine eigenen Aussagen nicht immer ganz ernst meine, und verwendete dabei die englische Formulierung "to take a piss". Noch bevor sich jemand beschweren konnte, hielt sich Vettel selbst lachend mit der Hand den Mund zu.

Nachdem Vettel auf dem Podium in Abu Dhabi die Worte "fuck up" benutzt hatte, hatte der Automobil-Weltverband FIA alle Teams und Fahrer in einem Schreiben um "angemessene Sprache" gebeten. Vettel hatte darauf mit Unverständnis reagiert: "Jeder kann schauen, was er will. Jeder hat die Fernbedienung in der Hand, und wer sensibel ist, kann Kindersendungen schauen. Ich wollte niemanden vor den Kopf stoßen, und deshalb sollte man auch keine zu große Sache draus machen."

Anschließend wies er die Kritik des ihm freundschaftlich verbundenen Ecclestone sachlich nicht zurück. "Ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre habe und noch ein paar Spuren hinterlassen kann", sagte der 25-Jährige: "Es ist heute nicht mehr so leicht wie vorher. Keke Rosberg hat 1984 in Dallas noch auf dem Podium geraucht. Ich weiß nicht, ob die Leute das heute noch okay finden würden."

Ecclestone hatte in der "Bild" erklärt, Vettel fehle noch das Charisma: "Diese Kerle wie Hunt, Rindt, Lauda, Senna waren Charaktere. Dahin können sich die Fahrer gar nicht mehr entwickeln, weil sie von den Teamchefs viel zu viel verhätschelt werden und einen Maulkorb von der FIA bekommen. Sie dürfen ja gar keine Emotionen zeigen."

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