Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel war zumindest nach Rennende "ruhig wie der Papst", sein Boss Helmut Marko verlor dagegen die Nerven. "Sch... Karthikeyan! Schon wieder der! Er hat uns den Sieg gekostet", schimpfte der Red-Bull-Motorsportchef in der "Bild".

Der indische HRT-Pilot Narain Karthikeyan soll Vettel beim Überrunden am Sonntag in Austin/Texas zum Bremsen gezwungen und so dem späteren Sieger Lewis Hamilton das entscheidende Manöver ermöglicht haben.

Vettel, der Karthikeyan nach einem Crash im zweiten Saisonrennen in Malaysia als "Gurke" und "Idiot" bezeichnet hatte, formulierte die inhaltlich gleichen Vorwürfe diesmal vornehmer.

"Fakt ist, dass wir nicht gewonnen haben. Und Fakt ist, dass er einen Großteil dazu beigetragen hat. Das hat natürlich einen Nachgeschmack", sagte der Weltmeister. Über Funk hatte er sofort nach der Aktion noch lauthals über Karthikeyan geschimpft ("Unglaublich!").

"In dem Moment war ich natürlich nicht so ruhig wie der Papst, nach dem Rennen dann schon wieder", sagte er mit süßsaurer Miene.

Der beschuldigte Karthikeyan zeigte sich nach den neuerlichen Vorwürfen genervt und wies die Schuld von sich.

"Ich kann diesen Blödsinn nicht mehr hören", sagte der Inder: "Im Fahrerbriefing wurde uns erklärt, dass wir dort niemanden vorbeilassen sollen. Vettel war bei dem Briefing dabei. Hat er nicht zugehört, oder was? Und wenn, warum beschwert er sich dann? Aber das tut er ja ohnehin zu oft und zu heftig. Und das regt mich langsam auf."

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