Sebastian Vettel ist von einem seiner Vorgänger als Formel-1-Weltmeister heftig kritisiert worden. "Er verhält sich wie ein Kind", sagte der Kanadier Jacques Villeneuve, Champion von 1997, in "Autosprint".

Zum Vergleich der Titelrivalen Vettel und Fernando Alonso ergänzte er: "Wenn die Umstände gegen ihn sprechen, bleibt Fernando ruhig und cool, während Vettel meistens aufgebracht reagiert, herumschreit und den Mittelfinger streckt."

"Er hat gezeigt, dass er superschnell ist, aber er hatte auch Glück", sagte der 41-Jährige weiter über Vettel: "Alonso hat den Titel 2012 eher verdient. Denn kein Zweifel: Er ist der Beste. Deshalb drücke ich ihm die Daumen."

Villeneuve gestand jedoch ein, dass Vettel "superschnell" sei: "Aber in kritischen Situationen hat er mehr Probleme. Liegt er in Führung, wirkt er nahezu unschlagbar. Muss er aber aufholen, ist er verwundbar."

Die Szene beim jüngsten Rennen in Abu Dhabi, als sich der Red-Bull-Pilot bei der Kollision mit einem Styroporschild den Frontflügel zerstörte, bezeichnete Villeneuve als "einen groben Fehler, der kaum Konsequenzen hatte".

Vettel startete danach eine famose Aufholjagd und wurde noch Dritter. In der WM-Wertung hat er zwei Rennen vor dem Saisonende zehn Punkte Vorsprung auf Ferrari-Pilot Alonso, sein dritter Titel könnte theoretisch schon am Sonntag feststehen.

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