Als erster Chinese der Formel-1-Geschichte hat Ma Qing Hua in Monza an einem Grand Prix teilgenommen.

Im ersten freien Training am Freitag ersetzte der 24-Jährige aus Shanghai Stammfahrer Narain Karthikeyan (Indien) beim spanischen Team HRT.

Für Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ging damit ein Wunsch in Erfüllung. Der 81-Jährige hatte stets auf einen Chinesen und eine Frau im Fahrerfeld gehofft.

"Das war ein wichtiger Schritt für mich, aber auch für den Motorsport in China", sagte Ma: "Dort ist es ein junger Sport mit sehr großem Potenzial. Es war eine außergewöhnliche Erfahrung. Ich bin zufrieden mit meiner Vorstellung."

Der chinesische Tourenwagen-Champion des vergangenen Jahres war am Freitag der langsamste Pilot im Feld. Mit seiner Zeit aus dem ersten freien Training lag er am Ende fast sechs Sekunden hinter der Gesamtbestzeit des früheren Weltmeisters Lewis Hamilton (McLaren/Großbritannien).

Im zweiten freien Training saß wieder Stammpilot Narain Karthikeyan hinter dem Steuer, auch der Inder bildete in seiner Session das Schlusslicht.

HRT-Teamchef Luis Perez-Sala hatte die Berufung des Ersatzmannes schon im Vorfeld mit der steilen Lernkurve des Chinesen begründet: "Seit wir im März angefangen haben, mit ihm zu arbeiten, ging alles sehr schnell. Er hat aber gut reagiert und jede Phase dementsprechend überstanden. Er hat unsere Erwartungen erfüllt, ohne Fehler zu machen."

Weiterlesen