Erstmals nach seiner harten Kritik an den Reifen hat sich Michael Schumacher in Mugello mit Technikern des Herstellers Pirelli getroffen.

Über den Inhalt des halbstündigen Gesprächs wurde zunächst nichts bekannt.

"Michael hat sich mit unseren Technikern und mit Mercedes-Ingenieuren unterhalten. Ich weiß nicht, was da gesprochen wurde", sagte Pirelli-Reifenchef Paul Hembery.

Nach Auskunft von Mitarbeitern des Reifenherstellers habe es sich lediglich um ein Routine-Treffen gehandelt.

Schumacher hatte sich zuletzt darüber beklagt, dass man mit den aktuellen Reifen wegen des fehlenden Grip überhaupt nicht mehr ans Limit von Auto und Fahrer gehen könne.

Diesbezüglich hatte Pirelli gute Nachrichten für Schumi. "2013 werden wir noch weichere Reifen mit einer neuen Konstruktion liefern", verriet Hembery. Weicher heißt mehr Grip, also schnellere Rundenzeiten.

Sebastian Vettel kann indes die hitzigen Diskussionen um die Reifen in der Formel 1 nicht nachvollziehen.

"Das Thema wird ein bisschen aufgebauscht. Letztlich haben alle die gleichen Reifen, und natürlich wünscht man sich als Fahrer immer mehr Grip, ob von den Reifen oder vom Auto", sagte der zweimalige Weltmeister:

"Es liegt in unserem Naturell, dass man immer mehr will und vor allem mehr als die anderen."

Auch Michael Schumacher sehe das Problem mit den Reifen "nicht so dramatisch", erklärte Vettel. "Er ist schon lange dabei und hat schon viel gesehen, auch was das Thema Reifen angeht. Ihn schockt so schnell nichts mehr."

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