Die Formel 1 bangt um Rekordweltmeister Schumacher. Wie kam es zu dem bösen Unfall? SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

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München - Michael Schumacher kämpft nach einem schweren Ski-Unfall in Frankreich um sein Leben (BERICHT: Ärzte Denken von Stunde zu Stunde).

Nach einer Not-OP liegt der Wahl-Schweizer im Koma. Am Dienstag findet gegen 11 Uhr im Klinikum Grenoble eine Pressekonferenz mit neuen Informationen statt.

SPORT1 beantwortet Fragen rund um das Drama des Formel-1-Rekordweltmeisters.

Was ist passiert?

Michael Schumacher (44) ist am Sonntagvormittag gegen 11.00 Uhr auf einer Skipiste im französischen Meribel in den französischen Alpen gestürzt.

Er prallte dabei mit dem durch einen Helm geschützten Kopf auf einen Fels.

Unklar ist bislang der genaue Unfallhergang.

Meribel war bei den Olympischen Spielen 1992 von Albertville Austragungsort alpiner Skirennen.

Wo geschah der Unfall?

Nach Angaben von Olivier Siminon, Direktors der Lift- und Pistengesellschaft Meribel Alpine, geschah der Unfall am Berg Saulire zwischen der blau markierten Piste "Biche" und der rot markierten Piste "Mauduit" (blau = niedriger Schwierigkeitsgrad, rot = mittlerer Schwierigkeitsgrad) ( 826165 DIASHOW: Bilder von Schumachers Unfall-Tag ).

Schumacher fuhr laut Siminon 20 Meter abseits dieser präparierten Pisten in unpräpariertem Gelände.

Wie schnell war Schumacher unterwegs?

Die Ärzte sprechen von einem "mächtigen Aufprall" mit "hoher Geschwindigkeit".

Dafür sprächen die trotz des Helms erlittenen Verletzungen.

Wer war bei ihm?

Nach Angaben von Siminon war zum Zeitpunkt des Unfalls Schumachers Sohn (14) bei ihm, dazu weitere, namentlich nicht benannte Begleiter.

Einer der Begleiter alarmierte nach dem Sturz umgehend die Rettungskräfte.

Was geschah nach dem Sturz?

Schumacher wurde nach offiziellen Angaben am Sonntag um 11.53 Uhr zunächst per Hubschrauber ins Krankenhaus nach Albertville-Moutiers geflogen.

Weil sich die Verletzungen als lebensbedrohlich erwiesen, wurde er von dort um 12.45 Uhr in die Universitätsklinik nach Grenoble verlegt, wo er nach Auskunft eines Kliniksprechers um 13.30 Uhr eintraf.

Was geschah nach dem Eintreffen in Grenoble?

Schumacher wurde sofort mehreren Tests unterzogen, dazu gehörte auch eine Computer-Tomographie des Schädels.

Danach wurde Schumacher umgehend operiert.

Welche Verletzungen hat Schumacher?

Die Ärzte in Grenoble sprachen von einem "schweren Schädel-Hirn-Trauma".

Bereits bei der Ankunft in der Klinik habe Schumacher Hirnschädigungen aufgewiesen, ohne den Helm wäre er wohl bereits verstorben, ließ Chefarzt Jean-Francois Payen durchblicken.

Was geschah bei der Operation?

Die Ärzte versuchten, die Gehirnödeme zu reduzieren und den Druck zwischen Gehirn und Schädel so weit wie möglich zu verringern.

Was geschah nach der Operation?

Schumachers Körpertemperatur wurde bei 34 bis 35 Grad Celsius stabilisiert, um Stimulierungen des Gehirns von außen so gering wie möglich zu halten.

Dadurch, sagen die Ärzte, könne das Gehirn stärker mit Sauerstoff versorgt werden.

Weitere Operationen waren zunächst nicht geplant.

Wie beurteilen die Ärzte die Situation?

"Kritisch, nicht stabil". Sie geben keine Prognosen ab über den weiteren Verlauf und sagen:

"Wir versuchen, Zeit zu gewinnen."

Schumachers grundsätzlich gute körperliche Verfassung könne beim Kampf ums Überleben von Vorteil sein.

Wer ist bei ihm?

Offensichtlich seine Ehefrau und seine beiden Kinder.

Dazu unter anderem Jean Todt, ehemaliger Ferrari-Teamchef und Präsident des Motorsport-Weltverbandes FIA, sowie sein langjähriger Weggefährte Ross Brawn (STIMMEN: Reaktionen zu Schumis Unfall).

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