ZUM DURCHKLICKEN: Bilder zu Schumachers Ski-Unfall © imago

Michael Schumacher liegt nach seinen Ski-Unfall und der Not-OP weiter im Koma. Das Klinikum kündigt eine Pressekonferenz an.

München - Michael Schumacher kämpft nach seinem schweren Ski-Unfall (Bericht) anscheinend weiter um sein Leben.

Am Montagmorgen gab es aus dem Universitätsklinikum in Grenoble zunächst keine neuen Informationen, nachdem die behandelnden Ärzte am späten Sonntagabend den Zustand des Formel-1-Rekordweltmeisters als kritisch bezeichnet hatten.

Für 11.00 Uhr ist eine Pressekonferenz in der Klinik angekündigt ( 826165 DIASHOW: Bilder aus Grenoble ). SPORT1 wird live berichten.

Bangen um Schumi

In der Nacht bangten Schumachers Frau Corinna und die beiden Kinder vor Ort, aber auch Formel-1-Fans in der ganzen Welt um den siebenmaligen Weltmeister.

Der 44-jährige Schumacher war am Sonntagmorgen um kurz nach elf Uhr beim Skilaufen in den französischen Alpen schwer gestürzt und mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt.

Um 11.53 Uhr war Schumacher ins Krankenhaus nach Albertville-Moutiers geflogen und von dort um 12.40 Uhr in die Klinik nach Grenoble verlegt worden, da seine Verletzungen gravierender als zunächst angenommen waren.

Zustand kritisch

Ein von der Klinik am späten Sonntagabend veröffentlichtes Bulletin verdeutlichte dann, wie ernst es um Schumacher steht.

"Herr Schumacher wurde um 12.40 Uhr in die Grenoble Universitäts-Klinik eingeliefert, nachdem er Ende des Vormittags einen Skiunfall in Meribel gehabt hatte. Bei seiner Ankunft litt er an einem Kopftrauma mit Koma, das umgehend eine neurochirurgische Behandlung erforderte. Er bleibt in einem kritischen Zustand", hieß es in dem Schreiben.

In Grenoble wurde Schumacher von dem eigens aus Paris angereisten und mit dem Ex-Rennfahrer gut bekannten Professor Gerard Saillant behandelt, einem Chirurgen, der den 44-Jährigen nach dessen Schien- und Wadenbeinbruch beim Unfall 1999 in Silverstone operiert hatte.

Saillant ist Chef eines Zentrums für Gehirn- und Wirbelsäulenverletzungen.

Todt, Brawn und Leibarzt Peil eingetroffen

Schumachers langjährige Wegbegleiter Jean Todt (Frankreich) und Ross Brawn (England) waren am Sonntag kurz vor Mitternacht wie auch wenig später Schumachers Leibarzt Johannes Peil (Bad Nauheim) in Grenoble eingetroffen.

Alle drei erhielten Zugang in die für die Öffentlichkeit abgeriegelte und von Fans und Medienvertretern belagerte Klinik.

Schumachers ehemaliger Fahrerkollege Olivier Panis hingegen wurde abgewiesen.

Weggefährten an Schumis Seite

Umso mehr schürte besonders Todts und Brawns Anwesenheit die Sorgen um Schumacher. Todt, mittlerweile Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, gehörte zu Schumachers Ferrari-Zeiten zu den engsten Vertrauten des Kerpeners.

Brawn war als Technischer Direktor bei Benetton und später bei Ferrari an Schumachers sämtlichen sieben WM-Triumphen beteiligt und nach Schumachers Comeback bei Mercedes auch Teamchef des Champions.

Brawn soll laut "Eurosport Frankreich" auch für Mercedes, wo der Brite offiziell noch bis Jahresende unter Vertrag steht, in die französischen Alpen gereist sein.

Welle der Anteilnahme

Unterdessen schwappt eine weltweite Welle der Anteilnahme am Schicksal des Kerpeners in die französischen Alpen.

Prominenz aus den verschiedensten Sportarten wie Basketball-Superstar Dirk Nowitzki, Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski, Wimbledonfinalistin Sabine Lisicki und zahlreiche Ex-Kollegen wünschten dem erfolgfreichsten Formel-1-Piloten der Geschichte hauptsächlich auf Netzwerk-Kanälen best- und schnellstmögliche Genesung (STIMMEN: Reaktionen zu Schumis Unfall).

Schumachers Internet-Homepage war aufgrund unzähliger Aufrufe von betroffenen Fans am Sonntagabend für Stunden nicht erreichbar.

"Ich bete für Dich, mein Bruder"

In der Sport-Welt löste Schumachers Unglück im alpinen Olympiarevier von 1992, wo die Frauen-Rennen ausgetragen worden waren, tiefe Betroffenheit aus.

"Meine Gedanken sind bei Schumi", beschrieb Dirk Nowitzki via "Twitter" seine Gefühle.

Besonders geschockt reagierte Schumachers ehemaliger Ferrari-Teamkollege Felipe Massa. "Ich bete für Dich, mein Bruder. Ich hoffe, Du erholst Dich schnell. Gott segne Dich, Michael", schrieb der Brasilianer.

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